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Die Weltmacht wird paranoidIn China fliegen Ausländer jetzt aus Bars und Restaurants

Nach aussen tritt die chinesische Spitze stark und selbstbewusst auf. Zu Hause heizt sie den Nationalismus an, um von Versäumnissen in der Corona-Krise abzulenken.

Nie wieder werde sich das chinesische Volk von ausländischen Mächten demütigen lassen, sagt Parteichef Xi Jinping: Die Ehrengarde der Volksarmee zelebriert am 1. Oktober 2020 den Nationalfeiertag auf dem Tiananmen-Platz in Peking.
Nie wieder werde sich das chinesische Volk von ausländischen Mächten demütigen lassen, sagt Parteichef Xi Jinping: Die Ehrengarde der Volksarmee zelebriert am 1. Oktober 2020 den Nationalfeiertag auf dem Tiananmen-Platz in Peking.
Foto: Getty Images

Ein negativer Corona-Test, keine 24 Stunden alt, laut der Corona-App auf dem Handy kein erhöhtes Risiko, und der Einreisestempel im Pass belegt, dass man China seit Monaten nicht verlassen hat. All das reicht dem Polizisten am Bahnhof von Harbin im Norden Chinas nicht. «Als Ausländer bist du gefährlich», sagt er, «vielleicht infiziert.» Medizinisches Personal in Schutzanzügen misst die Temperatur, beäugt noch einmal die Dokumente. Andere Passagiere filmen mit ihren Handys. Der Polizist schüttelt den Kopf. «Du bist nicht wie die anderen, wenn du mit den anderen sitzt, ist das zu gefährlich.»

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