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Turnierserie der HornusserDie vier Besten unter sich

Bern-Beundenfeld ergriff die Initiative. Höchstetten, Wäseli und Wasen-Lugenbach folgten dem Ruf. So kommt es im Hornussen doch noch zu Spitzenspielen.

Marc Rüfenacht (Bern-Beundenfeld) schlägt.
Marc Rüfenacht (Bern-Beundenfeld) schlägt.
Foto: Andreas Blatter

Die Meisterschaft: abgesagt. Die Verbandsfeste: abgesagt. Auch bei den Hornussern hat die Corona-Pandemie dazu geführt, dass die wichtigsten Wettkämpfe nicht stattfinden können. Die Gesellschaft Bern-Beundenfeld hat nun dafür gesorgt, dass wenigstens die Spitzenteams sich untereinander duellieren können. Höchstetten, Wäseli und Wasen-Lugenbach wurden eingeladen, die drei Kontrahenten folgten dem Ruf. Jedes Team ist einmal Gastgeber, an diesem warmen Julisonntag sind es die Berner. Die Besten der Szene schlagen auf der Kleinen Allmend am Stadtrand ihre Streiche.

Simon Leuenberger (Wasen-Lugenbach) bereitet sich vor.
Simon Leuenberger (Wasen-Lugenbach) bereitet sich vor.
Foto: Andreas Blatter

Mehr Motivation und Spass

Mit Höchstetten, Wäseli und Beundenfeld sind die Meister der letzten sieben Jahre versammelt, dazu kommt mit Wasen-Lugenbach der Dritte der Saison 2019. «Wir orientieren uns an der Spitze und sind sehr dankbar dafür, dass wir hier mittun können», sagt Spielführer Simon Leuenberger. «Die Motivation ist viel grösser, als wenn man bloss irgendwelche Freundschaftsspiele bestreiten würde.» Für Marc Rüfenacht von Bern-Beundenfeld war schon deswegen klar, dass man die Initiative ergreifen würde. «Begegnungen mit Spitzenteams machen einfach mehr Spass», sagt er.

Die vier Mannschaften gingen unterschiedlich mit den Vorgaben während des Lockdown um. Zu jener Zeit, in der sich höchstens fünf Personen versammeln durften, führten Höchstetten und Wäseli freiwillige Trainings mit der erlaubten Gruppengrösse durch. Beundenfeld und Wasen-Lugenbach hingegen verzichteten. «Hier am Stadtrand bewegen sich stets Leute um das Spielfeld herum», liefert Rüfenacht die Begründung. Bei den Emmentalern wiederum handelt es sich um eine Gesellschaft mit vielen Mitgliedern; Einheiten in kleinen Gruppen zu organisieren, wäre zu aufwendig gewesen. Seit einem Monat läuft der Trainingsbetrieb wieder normal. Nur fehlt eben die wöchentliche Herausforderung in der Meisterschaft, die sich im Normalfall in der Endphase befinden würde.

Höchstetten wieder vorne

«So ganz das Gleiche wie sonst ist es eben dann noch nicht», gibt Urs Bieri, der Spielführer von Wäseli, zu bedenken. «Man muss sich schon mehr dazu motivieren, an die Leistungsgrenzen zu gehen.» Es sei hervorragend, dass Beundenfeld die Idee zu den «Big-4-Games» hatte, wie die Turnierserie genannt wird. «So ist es fast wie ein echter Wettkampf.» In dem die Hierarchie bestätigt wird. Höchstetten, zuletzt dreimal Meister, ist wie vor zwei Wochen nicht zu bezwingen. Wäseli, beim Auftakt Gastgeber, belegt Platz 2, gefolgt von Bern-Beundenfeld und Wasen-Lugenbach. «Wenn wir antreten, wollen wir auch gewinnen», sagt Jan Kindler, einer der besten Einzelschläger der HG Höchstetten. Das Team aus dem emmentalisch-oberaargauischen Grenzgebiet ist mit vielen Topleuten besetzt. Die sich gegenseitig anstacheln und mittlerweile auch ein Selbstverständnis entwickelt haben, die Besten der Besten zu sein. Daran hat sich auch im Corona-Jahr 2020 nichts geändert.

Es würde nicht verwundern, wenn im Spätsommer Höchstetten auch im einzigen regulären Format triumphieren würde, das in dieser Saison ausgetragen wird. In der Gruppenmeisterschaft stehen statt 18 nur sechs Spieler pro Team im Einsatz; jede Gesellschaft kann mehrere Gruppen melden.

Jan Kindler gewann mit Höchstetten auch diesmal.
Jan Kindler gewann mit Höchstetten auch diesmal.
Foto: Andreas Blatter
Urs Bieri (Wäseli) ist konzentriert.
Urs Bieri (Wäseli) ist konzentriert.
Foto: Andreas Blatter