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LeserreaktionenDie unverantwortliche Marketingstrategie der Swiss

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Nach den Parlamentsentscheiden sind noch viele Details für die Rettung der Luftfahrt zu klären. 
Foto: Keystone

Zu «Die Spielregeln sind noch nicht gemacht»

Unverantwortliche Marketingstrategie

Es dürfte ausser Zweifel stehen, dass die globalisierte Luftfahrt für die rasante Verbreitung der Corona-Pandemie mitverantwortlich war. Ungeachtet dessen versucht die Luftfahrt die Tatsache des hohen Ansteckungsrisikos bei Flugreisen unter Hinweis auf die klinische Reinheit der Lüftung schönzureden. Geradezu provozierend und unverantwortlich ist die Marketingstrategie der Lufthansa-Tochter, die grundsätzlich alle Sitze zum Verkauf anbietet und damit aus wirtschaftlichen Gründen zusätzliche Pandemierisiken in Kauf nimmt. Die Schweizer haben sich in den vergangenen Wochen vorbildlich an die Abstandsregeln des Bundesrats gehalten. Dieser steht nun seinerseits in der Pflicht, die Einhaltung seiner Vorgabe auch bei der Swiss einzufordern.

Jean-Pierre Schiltknecht, Zollikerberg

Zitat des Tages

«Die Marktstrategie der Swiss ist provozierend und unverantwortlich.»

Jean-Pierre Schiltknecht, Zollikerberg

Zum Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Reiner Eichenberger «Ich erwarte keine schnelle Besserung»

Bundesfinanzierung nachhaltig stärken

Es ist zu befürchten, dass demnächst Steuererhöhungen angekündigt werden. Dem muss vehement entgegengetreten werden. Denn für den Mittelstand und Menschen mit kleinen Einkommen sind die hohen Mieten und die Krankenkassenprämien fast nicht mehr bezahlbar, und Steuererhöhungen würden viele Budgets sprengen. Folgende Massnahmen könnten die Bundesfinanzen nachhaltig stärken: Die von der SP angekündigte Milliardärensteuer, eine Aufhebung des anachronistischen Bankengeheimnissees im Inland, eine Neuauflage der Erbschaftssteuer, Entlastung der AHV und ALV mithilfe der Milliardengewinne der Nationalbank und die Einführung der Mikrosteuer – anstelle der Mehrwertsteuer – sollten vorangetrieben werden.

Erwin Roos, Ostermundigen

Zu «150 Millionen – aber noch fehlt das Kleingedruckte»

Die dekadenten Seiten des Sports

Der Profisport generiert Millionen von Sponsorengeldern. Es werden in einzelnen Sportarten Millionen für Transfers und unanständig hohe Löhne für Profisportler und Trainer ausgegeben. Die gebührenfinanzierten Medien zahlen hohe Summen für Übertragungsrechte. Der Profisport zeigt die dekadenten Seiten des Sports, der Gesellschaft und des Kapitalismus deutlich auf. Kein Grund also, hierfür öffentliche Mittel einzusetzen.
Wenn es nur noch Amateursport geben würde, fände auch dieser begeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer, und auch die Jungen fänden dort ihre Sportidole.

Alex Schneider, Küttigen

Zum Coronavirus

Das Thema Familie wird tabuisiert

Das BAG warnt unablässig vor Rückfällen und veranlasst uns zu knorzigsten Anstrengungen an Arbeitsplätzen, in Geschäften, Schulen, im ÖV. In der privatesten und engsten Gesellschaftsform, der Familie, kann und wird die 2-Meter-Regel aber wohl kaum eingehalten. Dieses Thema wird merkwürdigerweise tabuisiert. 30 Sekunden an der Ladenkasse sollen riskanter sein als 24 Stunden mit den Lieben daheim?
Die Epidemiologen haben dazu bisher geschwiegen.

Heinz Fahrer, Reichenbach