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Digitale TransformationDie Steuererklärung lässt sich bald vollständig online übermitteln

Eine handschriftliche Unterschrift unter die Steuererklärung braucht es in Zukunft nicht mehr. Es reicht eine elektronische Bestätigung der Angaben.

Die weitere Digitalisierung stelle für die Behörden und die Steuerpflichtigen eine «Chance für eine effizientere und einfachere Handhabung von Geschäftsvorgängen».
Die weitere Digitalisierung stelle für die Behörden und die Steuerpflichtigen eine «Chance für eine effizientere und einfachere Handhabung von Geschäftsvorgängen».
Foto: Keystone

Der Bundesrat will die Steuerverfahren komplett digitalisieren. Eine handschriftliche Unterschrift unter die Steuererklärung braucht es nicht mehr. Es reicht eine elektronische Bestätigung der Angaben. Die entsprechende Botschaft hat die Landesregierung am Mittwoch verabschiedet.

Heute besteht bei der direkten Bundessteuer die gesetzliche Verpflichtung zur Unterzeichnung der Steuererklärung. Die Steuerpflichtigen müssen wegen der geltenden Regeln noch ein Formular unterzeichnen. Das steht einer vollständig elektronischen Einreichung der Steuererklärung entgegen.

Mit der Änderung setzt der Bundesrat eine Motion des Bündner FDP-Ständerats Martin Schmid um, die das Parlament überwiesen hat. Die Steuerbehörden müssen in Zukunft bei elektronischen Übermittlungen die Identität und die Datenintegrität sicherstellen.

Mehrwertsteuer-Anmeldungen zu 100 Prozent online

Gleichzeitig hatte der Bundesrat vorgeschlagen, bei der Verrechnungssteuer, den Stempelabgaben und der Mehrwertsteuer sowie in der internationalen Amtshilfe die Betroffenen verpflichten zu können, mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) elektronisch zu verkehren. Daran hält er auch nach der Vernehmlassung fest, obwohl sich die CVP, FDP und SVP sowie sechs Organisationen dagegen ausgesprochen haben.

Die weitere Digitalisierung stelle für die Behörden und die Steuerpflichtigen eine «Chance für eine effizientere und einfachere Handhabung von Geschäftsvorgängen» dar, begründet der Bundesrat in seiner Mitteilung das Festhalten an der kompletten Digitalisierung.

Die Mehrwertsteuer-Anmeldungen erfolgen heute laut ESTV praktisch zu 100 Prozent online, und rund 140‘000 oder 37 Prozent der Unternehmen reichen ihre Mehrwertsteuer-Abrechnungen über das Online-Portal ein. Bei der Verrechnungssteuer wurden 2018 dagegen nur rund 11 Prozent der inländischen Rückerstattungsanträge online eingereicht.

(SDA / step)