Zum Hauptinhalt springen

Initiative gegen KriegsgeschäfteDie Stadt Biel legt die Renten völlig friedlich an

Die Pensionskasse der Stadt Biel investiert das Geld ihrer Versicherten nicht in Kriegsmaterialgeschäfte. Damit ist sie in der Schweiz eine Pionierin.

Werbespruch bei der Lancierung für die Initiative gegen Kriegsgeschäfte. 2018 in blutroten Buchstaben an eine Holzwand bei der Berner Nationalbank gesprayt.
Werbespruch bei der Lancierung für die Initiative gegen Kriegsgeschäfte. 2018 in blutroten Buchstaben an eine Holzwand bei der Berner Nationalbank gesprayt.
Foto: Adrian Moser

In der Stadt Biel rennt die Initiative gegen Kriegsgeschäfte offene Türen ein. Die Pensionskasse (PK) der Seeländer Stadt erfüllt nämlich schon heute die Forderung des Volksbegehrens, das die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) lanciert hat: Die Nationalbank, Stiftungen sowie staatliche und private PKs sollen kein Geld mehr in Unternehmen anlegen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit der Herstellung von Kriegsmaterial erzielen. Über dieses Anliegen wird in der Schweiz am 29. November abgestimmt.

«Ja, wir vermeiden Direktanlagen in Firmen, die Kriegsmaterial produzieren», bestätigt der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr (SP), der auch der Verwaltungskommission der städtischen PK vorsteht. Diese verwaltet ein Vermögen von rund 1 Milliarde Franken und legt es möglichst nur so an, dass sich Investitionen in Kriegsmaterialproduzenten ausschliessen lassen. «Wir können aber nicht auf alle Stellen hinter dem Komma garantieren, dass wir unser Ziel immer erreichen», sagt Fehr. Man praktiziere einen «pragmatischen Bieler Ansatz»: Die Stadt vermeide Anlagen in Kriegsgeschäfte, solange dabei Aufwand und Ertrag für die PK noch stimmten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.