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100-Jähriger in AarwangenDie Schnecke ist sein Heilmittel

Paul Lerch feiert am Sonntag seinen 100. Geburtstag. Er musiziert, war früher oft in der Natur und ass auch mal Schnecken. Ohne sie wäre er vielleicht nicht so alt geworden.

Die Bank im Garten des Wohnheims ist Paul Lerchs Lieblingsplatz. Dort gibt es auch einen Teich.
Die Bank im Garten des Wohnheims ist Paul Lerchs Lieblingsplatz. Dort gibt es auch einen Teich.
Fotos: Barbara Héritier

Paul Lerch lernte im welschen Courgenay sprechen. Im Jahr 1928 zogen seine Familie und er nach Gondiswil. Er war damals acht Jahre alt, in der vierten Klasse schaffte er den Übertritt in die Sekundarschule.

Doch das bedeutete, jeden Tag bis nach Huttwil zu pendeln. Im Sommer mit dem Fahrrad, im Winter zu Fuss. Sein Schulweg dauerte zwei Stunden. Wenn es schneite, kam er mit klitschnassen Socken im Schulzimmer an. Dort konnte er sie über den Heizkörper hängen. Für den Heimweg waren sie dann nicht mehr nass, sondern nur noch feucht.

Solche Geschichten erzählt Paul Lerch bei einem Treffen in seinem Zuhause, im Pflegeheim Lebensart in Aarwangen. Am Sonntag wird er 100 Jahre alt. Neben ihm sitzt seine Tochter Margaretha Kraemer und wiederholt fast jede Frage für ihn, da er sie nicht versteht: «Sein Hörgerät sitzt wohl heute nicht richtig», meint sie.

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