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Vögel im Grossen MoosDie Pappeln fallen für den Steinkauz

Birdlife Schweiz will dem bedrohten Steinkauz im Seeland Lebensraum zurückgeben. Fürs bislang einzigartige Projekt müssen Bäume weichen.

Mehr Abwechslung in der Landschaft soll dafür sorgen, dass sich der Steinkauz im Grossen Moos heimischer fühlt. Dafür müssen Bäume weichen.
Mehr Abwechslung in der Landschaft soll dafür sorgen, dass sich der Steinkauz im Grossen Moos heimischer fühlt. Dafür müssen Bäume weichen.
Foto: Beat Mathys

Vom Kanal her erklingt das Rattern einer Kettensäge, als Lucas Lombardo vom Naturschutzverband Birdlife Schweiz aus dem Auto steigt. Am Brästegraben zwischen dem bernischen Kallnach und dem freiburgischen Fräschels säumen Pappeln wie stramme Soldaten den Kanal. Doch nun müssen die stämmigen Riesen sowie andere Bäume weichen, damit jemand im Grossen Moos wieder Fuss fassen kann: der Steinkauz.

Die kleine Eule war vor zwanzig Jahren in der Schweiz fast ausgerottet. Es gab nur noch 50 bis 60 Brutpaare, denn der Mensch nahm ihnen den Lebensraum – auch im Grossen Moos. Mittlerweile gibt es schweizweit wieder 149 Reviere. Die grössten Populationen befinden sich in der Ajoie, im Tessin und in der Genferseeregion.

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