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KurznachrichtenEWB senkt die Stromtarife in der Stadt Bern

Stadtberner bezahlen ab dem nächsten Jahr durchschnittlich 1,8 Prozent weniger für ihren Strom. Alle Kurznachrichten aus der Region im Ticker.

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Wald sagt Ja zum Naturpark

Eine Gemeinde mehr hält dem Naturpark Gantrisch die Treue: Wie zuvor schon Kirchdorf, Niedermuhlern, Plaffeien und Toffen hat nun auch Wald an der Gemeindeversammlung Ja zur weiteren finanziellen Unterstützung gesagt. Die 25 Anwesenden (2,84 Prozent der Stimmberechtigten) fassten den Beschluss einstimmig, wie aus der Übersicht der "Gantrisch-Zeitung" hervorgeht. (skk)

Tiefere Strompreise in der Stadt Bern

Der Stadtberner Energieversorger EWB senkt die Strompreise. Ab 2021 werden die Stadtberner durchschnittlich 1,8 Prozent weniger für den Strom bezahlen. Das teilten der Gemeinderat und EWB am Donnerstag mit. Zur Begründung verwiesen sie auf tiefere Produktionskosten und günstigere Beschaffungskosten am Strommarkt. (SDA)

BKW versorgt Kunden mit mehr Ökostrom

Das Atomkraftwerk Mühleberg hat die BKW Ende des letzten Jahres abgeschaltet. Jetzt versorgt sie ihre Kunden im Standard-Produkt (Energy Blue) mit etwas mehr Strom aus erneuerbaren Energien. Der Anteil des Stroms, der gemäss dem Gütesiegel "naturmade star" produziert wird, steigt von 10 auf 15 Prozent. Die Strompreise in der Grundversorgung bleiben 2021 dennoch unverändert, wie der Berner Energiekonzern mitteilt. Das gilt auch für die beiden anderen Stromprodukte Energy Green mit 100 Prozent Sonnenstrom und Energy Grey mit Strom aus Kern- und Wasserkraftwerken. (jw)

So kann kiffen tödlich sein

In Bern sind derzeit üble Substanzen im Umlauf. Wie der «Bund» berichtet, kommt es seit neustem immer wieder vor, dass Kiffer Cannabis mit synthetischen Cannabinoiden konsumieren. Die Substanz wirkt zwar ähnlich wie das psychoaktive THC, jedoch hält es mehr Nebenwirkungen bereit, die von Atemnot über Krampfanfälle bis zu Herzinfarkten reichen. Im schlimmsten Fall kann so gestrecktes Marihuana also tödlich sein. Wie es von Seiten der Suchthilfe Contact heisst, seien die synthetischen Cannabioide zudem sehr schwer nachweisbar. Das Forensische Institut der Universität Zürich hegt den Verdacht, dass Produzenten des legalen CBD-Hanf den gepanschten Stoff auf den Markt gebracht haben. Auf dem Schwarzmarkt könne die Ware dann für 5000 statt 1000 Franken pro Kilo abgesetzt werden. (ber)

Mittelstrasse wird wieder zur Flanierzone

Ab nächster Woche wird die Mittelstrasse im Berner Länggassquartier erneut zur Begegnungszone, wie die Verkehrsdirektion am Mittwoch mitteilte. Vor zwei Jahren startete die Stadt mit diesem Pilotversuch, der das Quartier abends beleben soll. Hierfür wird die Mittelstrasse im Bereich der Migros und der Gelateria di Berna jeweils am Donnerstag und Freitag zwischen 17.30 und 23 Uhr für den Verkehr gesperrt. Während der temporären Sperrung wird der Verkehr umgeleitet. Zusätzlich wird jeden Samstag zwischen 14 Uhr und 19 Uhr auch ein Teil der Zähringerstrasse beim neuen Quartierplatz verkehrsfrei. Die Massnahmen dauern bis 26. September. (mib)

Meyer Burger darf deutsche Fabriken übernehmen

Das Thuner Solarunternehmen hat sich für den Neueinstieg in die Produktion von Solarzellen und -modulen zwei Standorte in Ostdeutschland definitiv gesichert. So stimmte die Gläubigerversammlung des zusammengebrochenen Solarunternehmens Solarworld dafür, die ehemalige Fabrik im sächsischen Freiberg an Meyer Burger zu verkaufen. Der Preis für die Gebäude inklusive Patente und Markenrechte beträgt laut Communiqué 12 Millionen Euro. Gleichzeitig wurde der Mietvertrag für die Gebäude des ehemaligen Solarzellenherstellers Sovello in Bitterfeld-Wolfen im Bundesland Sachsen-Anhalt definitiv unterzeichnet. Meyer Burger will im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion von Solarzellen und -modulen starten. Für die strategische Neuausrichtung konnte das Unternehmen, das zuletzt auf die Herstellung von Maschinen für die Solarindustrie fokussiert war, trotz jahrelanger Verluste rund 165 Millionen Franken durch eine Kapitalerhöhung auftreiben. (jw)

Statthalterin erinnert die Gemeinde an ihre Pflichten

Mehrere Dutzend Einträge im Stimmregister des Jurastädtchens Moutier müssen bis Ende August auf ihre Rechtmässigkeit untersucht werden, weil sie unklar sind. Dies hat die Berner Staatskanzlei Anfang Monat mitgeteilt. Das Ausmass dieser Feststellung bringt Statthalterin Stéphanie Niederhauser auf den Plan: Es zeige, dass die Zweifel an der Führung des Registers weit über die wenigen Fälle hinausreichen, die Gegenstand einer strafrechtlichen Untersuchung sind. «Zu behaupten, dass die Abstimmung vom 18. Juni 2017 wegen drei Fällen abgesagt worden ist, ist nicht nur eine Abschwächung, sondern falsch.» Auch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hatte schwerwiegende Gesetzesverstösse festgestellt. Das Statthalteramt erinnert daran, dass die an der Organisation einer Abstimmung beteiligten Gemeinden verpflichtet sind, in ihrer Kommunikation Objektivität, Transparenz und Verhältnismässigkeit zu wahren. (cd)

Mikron tief im Minus

Der Maschinenbauer mit Sitz in Biel hat im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 24 Millionen Franken erlitten. Dies nach einem Gewinn von 4,7 Millionen Franken im Vorjahressemester. Der Umsatz fiel um 31 Prozent auf 121,3 Millionen Franken, wie Mikron mitteilt. Zuerst waren die Bestellungen aus der Autoindustrie eingebrochen. Dann verschärfte die Coronapandemie die Absatzprobleme.

Mikron hat kürzlich angekündigt, die Werke in Berlin und Kaunas (Litauen) zu verkaufen. Zudem werden rund 60 von 340 Arbeitsplätzen in Agno (TI) gestrichen und 50 von 150 Vollzeitstellen im süddeutschen Rottweil. Die Kosten für den Abbau von rund 16 Millionen Franken belastet Mikron vollständig dem Halbjahresabschluss. Vor Restrukturierungskosten beträgt der Betriebsverlust (EBIT) 5,7 Millionen Franken. Für die zweite Jahreshälfte geht Mikron erneut von einem EBIT-Verlust in dieser Grössenordnung aus. (jw)

BKW expandiert im Windstromgeschäft

Der Berner Energiekonzern hat die in Lausanne ansässige Stromvermarkterin WET vollständig übernommen. Seit 2016 besass die BKW bereits 60 Prozent der Anteile. Wie viel sie für die nun übernommenen restlichen 40 Prozent zahlt, wird nicht bekannt gegeben. WET beschäftigt 8 Personen und ist laut BKW in Deutschland ein führender Vermarkter von Windenergie und Strom aus anderen erneuerbaren Energien. Nun soll WET insbesondere die Marktanteile in Frankreich und Italien ausbauen. Zudem will die BKW eine Expansion der WET nach Grossbritannien, Polen und Spanien prüfen. (jw)

Führungswechsel im Beaulieu

Nach zehn Jahren hat Lucas Weder, Gründer und Mitinhaber der Restaurant Beaulieu AG, genug. Per Ende September 2020 verkauft Weder seine Anteile und gibt die Geschäftsführung des Beaulieus sowie sein Mandat als Verwaltungsratspräsident ab. An seine Stelle tritt Kurt Dallmaier, der mit ihm vor zehn Jahren den Pachtvertrag unterschrieben hat. Das Restaurant in der Länggasse solle laut einer Medienmitteilung auch in Zukunft erhalten bleiben - alle Mitarbeiter würden weiter beschäftigt, ein nahtloser Übergang sei gewährleistet. (pd)

Bremgartenlauf abgesagt

Am 18. Oktober hätte der Bremgartenlauf zum 13. Mal stattfinden sollen. Knapp 2000 Läuferinnen und Läufer nehmen die verschiedenen Strecken, die zwischen 700 Metern und 15,5 Kilometern lang sind, unter die Füsse. Nun haben die Organisatoren mitgeteilt, dass der diesjährige Lauf wegen Corona nicht durchgeführt wird. Zu gross sei die Ungewissheit, wie sich die Situation im Herbst präsentieren werde, schreiben sie in einer Mitteilung. Der nächste Lauf soll im Oktober 2021 organisiert werden. (abe)

Fusionsabstimmung ist am 27. September

Die Stimmberechtigten vom Murten, Galmiz und Gempenach entscheiden am 27. September, ob sich die Gemeinden per 1. Januar 2022 zusammenschliessen. Die Abstimmung war eigentlich für den Mai vorgesehen, wurde aber wegen Corona verschoben. Im Vorfeld des Urnengangs organisieren die drei Gemeinde einen gemeinsamen Informationsabend. Dieser findet am 26. August im Ausbildungszentrum Löwenberg statt. (hus)

TCS ist verärgert über die Stadt Bern

Die Sektion Bern-Mittelland des TCS kritisiert in einer Medienmitteilung, dass die Stadt Bern plant, weitere 25 öffentliche Parkplätze in der Stadt Bern aufzuheben. Laut der Organisation sollen 10 Parkplätze in Parkmöglichkeiten für Gehbehinderte umgewandelt werden und 15 in Veloabstellplätze. Die Stadt Bern hat die geplante Umwandlung am 1. Juli im Amtsanzeiger publiziert. (sny)

Bald kein Mobilty mehr in Grosshöchstetten

Seit April 2018 hat die Gemeinde Grosshöchstetten mit der Mobility Genossenschaft einen Car-Sharing Vertrag. Das Mobility-Fahrzeug ist an der Gewerbegasse stationiert. Die über zweijährige Startphase zeige, dass die Auslastung des Fahrzeuges merklich unter den ursprünglichen Erwartungen liegt, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Die zu geringe Nutzung des Angebots führt für die Gemeinde zu jährlichen Defiziten. Um einen einigermassen kostendeckenden Betrieb erreichen zu können, müsste das Car-Sharing Angebot deutlich mehr genutzt werden. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, den Mobility Vertrag per Ende 2020 aufzulösen und den Standort aufzuheben. (hus)

EVP und GLP treten gemeinsam an

In Belp treten die EVP und die GLP mit einer gemeinsamen Liste zu den Gemeinderatswahlen im Herbst an. Darauf figuriert auch die amtierende Gemeinderätin Susanne Grimm-Arnold (EVP). Die BDP wiederum steigt mit einer eigenen Liste ins Rennen. Die drei Parteien gehen eine Listenverbindung ein. Sie hoffen auf einen zweiten Sitz. (rei)

Organisatoren des Berner Radquers arbeiten weiter

Am 17. und 18. Oktober dieses Jahres soll erneut ein Radqueranlass im Freibad Weyermannshaus in der Stadt Bern stattfinden. Die Organisatoren haben entschieden, die Vorbereitungsarbeiten trotz Unwägbarkeiten weiterzuführen. So ist unklar, ob die Veranstaltung wegen den Corona-Schutzmassnahmen wird stattfinden können. Der Anlass wird nicht mehr als Weltcup-Veranstaltung, sondern als nationaler Wettkampf durchgeführt. Wie die Veranstalter mitteilen, haben sich die Sponsoren EKZ und Allianz Versicherung sowie die Stadt Bern bereiterklärt, die aufgelaufenen Kosten zu übernehmen, sofern der Anlass nicht durchgeführt werden kann. Der definitive Entscheid über die Durchführung soll Mitte September fallen. (sny)

Bio Schwand plant eine neue Strategie

Die Bio Schwand AG in Münsingen sucht neue «strategische, zukunfts- und kundenorientierte Geschäftsfelder». Mit diesem Umbau solle der Weiterbetrieb gesichert werden, heisst es in einer Mitteilung. Der Verwaltungsrat will das Konzept im November einer ausserordentlichen Generalversammlung vorlegen. Präsident Heinz Iseli will dann sein Amt zur Verfügung stellen. Bio Schwand steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten und konnte die Idee als Drehscheibe für den Biolandbau in Münsingen nie verwirklichen. Ein Streit mit den Mietern wegen einer neuen Heizung verschärften die Liquiditätsprobleme. (rei)

Komitee gegen das Jagdgesetz gegründet

Mehr als 50 Politikerinnen und Politiker sowie Vertreterinnen und Vertreter von Jagd, Landwirtschaft und Forst stellen sich im Kanton Bern öffentlich gegen Jagdgesetz, über das am 27. September abgestimmt wird. Im Berner Nein-Komitee haben sich Vertreter von SVP, FDP, CVP, EVP, GLP, GRÜNE und SP mit den Umwelt- und Tierschutzorganisationen Pro Natura Bern, WWF Bern, Berner Vogelschutz, Berner Ala und Berner Tierschutz zusammengeschlossen. Das Präsidium teilen sich die frühere OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder, Gemeinderat Reto Nause (CVP) als Präsident der Tierparkkomission, SP-Nationalrätin Nadine Masshardt als Co-Präsidentin von WWF Bern sowie SVP-Grossrat Mathias Müller (Orvin). Das Berner Komitee sieht im neuen Jagdgesetz die Balance zwischen Schutz und Regulierung von Wildtieren in Gefahr, wie es mitteilt. (cd)

Niedermuhlern: Vertrag mit Naturpark Gantrisch genehmigt

Die Gemeindeversammlung von Niedermuhlern hat am Freitagabend über zwei Geschäfte beraten und abgestimmt. Die Jahresrechnung 2019 wurde einstimmig genehmigt. Die erforderlichen Nachkredite wurde ebenfalls einstimmig bewilligt.

Mit 33 Ja- und 3 Nein-Stimmen wurde der Erneuerung der Mitgliedschaft beim Naturpark Gantrisch für 2022 bis 2031 zugestimmt. Damit zahlt die Gemeinde in den nächsten zehn Jahren jeweils 5 Franken pro Einwohner und Jahr an den Naturpark. Auch Toffen, Kirchdorf und Plaffeien sagten bereits Ja. Bis im Herbst stimmen total 20 Gemeinden darüber ab.

41 von 398 Stimmberechtigten waren an der Gemeindeversammlung anwesend.

(tag/pd)

Plaffeien: GV stimmt für Naturpark Gantrisch

Die Gemeindeversammlung von Plaffeien hat am Freitagabend der Verlängerung der Mitgliedschaft im Förderverein Region Gantrisch von 2022–2031 mit 84 zu 0 Stimmen zugestimmt und den Gemeinderat bevollmächtigt, den Parkvertrag zu erneuern. Es gab keine Debatte. Anwesend waren 89 Stimmberechtigte. (pd)

red