Zum Hauptinhalt springen

In Kürze Die neusten Nachrichten aus Bern

Ob Stadt, Region oder Kanton: Hier finden Sie die aktuellen Meldungen, kurz und kompakt.

LIVE TICKER BEENDET

Solidaritätsaktion gegen die Rückkehrzentren

Das Soldaritätsnetz Bern bläst zum Angriff auf die Rückkehrzentren des Kantons in Gampelen, Aarwangen und Biel. Die menschenunwürdige Situation von 550 abgewiesenen Asylsuchenden -
darunter rund 100 Kinder - verschärfe sich durch diese Einrichtungen, moniert der Verein. Er ruft die Zivilgesellschaft zu Widerstand und Solidarität
mit ihnen auf und verweist auf die Alternative: die private Unterbringung bei Dritten unter der Bedingung,
dass die betroffene Person keine Nothilfe mehr bezieht. Wer einen Vertrag mit dem Migrationsdienst abschliesst und für den Existenzbedarf aufkommt, kommt dafür in Frage. Die Nothilfe-Kosten pro Person und Jahr belaufen sich dem Solidaritätsnetz zufolge auf 2880 Franken. Bei rund 550 Personen wären also im Kanton Bern rund 1,580 Millionen Franken notwendig, um für ein Jahr allen Betroffenen das Dasein in den Rückkehrzentren zu ersparen. Sei jede hundertste Person im Kanton solidarisch, belaufe sich der Betrag pro Person auf rund 158 Franken im Jahr beziehungsweise 13 Franken pro Monat. Der Verein hat ein Fundraising ins Leben gerufen:
https://solidaritaetsnetzbern.ch/stopisolation/ (cd)

Ein Minibus für die Samariter

Die Berner Samaritervereinigung hat ein neues Fahrzeug erhalten. Vereinspräsident Thomas Fuchs konnte diese Woche die Schlüssel eines 9-plätzigen Opel Vivaro in Empfang nehmen. Die Spender des Fahrzeuges sind die Berner Logen der Odd Fellows. Dabei handelt es sich um einen 1809 gegründeten Orden. Dessen Mitglieder setzen sich für die Allgemeinheit und die persönliche Weiterentwicklung ein. (sny)

Fast 50 Millionen gehen an ausserkantonale Hochschulen

Auch in diesem Jahr entrichtet Bern als Wohnsitzkanton Beiträge an Bildungsinstitute ennet der Kantonsgrenzen: 43 Millionen Franken gehen an ausserkantonale Fachhochschulen, 4,3 Millionen Franken an ausserkantonale Pädagogische Hochschulen sowie 450'500 Franken an die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich. Von dieser finanziellen Unterstützung profitieren Studentinnen und Studenten, die im Kanton Bern wohnen und in anderen studieren. (cd)

Kanton zahlt Millionen an Umbau für Sonderschule

10,45 Millionen Franken zahlt der Kanton an den Umbau des neuen Standorts des Vereins Christophorus Schule Bern (CSB). Der Verein betreibt eine Sonderschule für 80 Schülerinnen und Schüler mit einer kognitiven und/oder körperlichen Einschränkung. Sie erbringe dadurch eine wichtige Versorgungsleistung. Die CSB zieht um, weil der Mietvertrag am bisherigen Standort in Ostermundigen nicht verlängert werden konnte. Sie zieht ins ehemalige Burgerliche Jugendwohnheim in Bern. (cd)

Die Leuchtschrift am Meerhaus erstrahlt in altem Glanz

Die Sanierung des städtischen Verwaltungsgebäudes «Meerhaus» an der Effingerstrasse 21 ist abgeschlossen. Unter anderem wurde die Fassade des denkmalgeschützten Hauses mit Baujahr 1929 saniert. Das Haus und erhielt statt des bisher hellblauen seinen ursprünglich ockerfarbenen Anstrich zurück. Die charakteristische Leuchtschrift auf
der Strassenseite konnte in einer «an den Ursprungszustand angenäherten Form wieder in Betrieb genommen werden», wie die Stadt Bern in einer Mitteilung schreibt. Die Sanierung erfolgte während des laufenden Betriebes. Sie dauerte rund acht Monate, von Juli 2019 bis März 2020, und konnte innerhalb des vom Stadtrat bewilligten
Budgets von 2,64 Millionen Franken abgeschlossen werden. (sny)

Peter Marbet tritt als Direktor des BZ Pflege ab

Das Berner Bildungszentrum Pflege muss eine neue Chefin oder einen neuen Chef suchen: Der langjährige Direktor Peter Marbet wird Anfang November neuer Direktor von Caritas Schweiz. Marbet hat ab dem 1. Januar 2008 den Fusionsprozess der Pflegeschulen im Kanton Bern umgesetzt. Heute ist das BZ Pflege mit mehr als 1’300 Studierenden das grösste Pflegebildungszentrum in der Schweiz.
Marbet gehört zudem als SP-Vertreter dem Berner Stadtrat an. (sny)

Verkehsrbehinderung in Schwarzenburg

In den Monaten April und Mai werden entlang der Guggisbergstrasse in Schwarzenburg ein neuer Gehweg erstellt und Leitungen verlegt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Junkern- und der Schlossgasse. Vom 6. bis 14. April ist mit örtlichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ab 14. April bis am 29. Mai wird der Verkehr einspurig durch die Baustelle geführt und mit einer Lichtsignalanlage geregelt. Zu Fuss Gehende können die Baustelle auf dem gegenüberliegenden Gehweg umgehen. (hus)

Wisletunnel für eine Nacht gesperrt

Der Wisletunnel auf der Umfahrung Worb ist in der Nacht vom Donnerstag, 2. April, auf Freitag, 3. April wegen Unterhaltsarbeiten gesperrt. Die Sperrung dauert von 19 Uhr bis 6 Uhr. Die Umleitung führt ab dem Kreisel Bernstrasse via Worbboden, Enggistein und Metzgerhüsi nach Grosshöchstetten und umgekehrt. (hus)

Sponti-Car ersetzt Mobilitiy

Die Gemeinde Wohlen setzt ab Sommer auf das Mobilitätskonzept von Sponti-Car. Die GmbH aus
Hombrechtikon bietet für Städte und Gemeinden ein Konzept mit
ausschliesslich Elektrofahrzeugen an. Gebucht werden können die Fahrzeuge via App. In Uettligen bei der Heizzentrale des Wärmeverbundes wird ab
Sommer 2020 ein Sponti-Car (Renault Zoe) platziert werden. Der Gemeinderat genehmigte den
Vertrag mit Sponti Car und kündigte gleichzeitig für den Standort Uettligen den Vertrag mit der
Mobility Genossenschaft, heisst es in einen Communiqué. Es sei der Gemeinde ein grosses Anliegen, die Elektro-Mobilität zu
fördern. Bereits heute stehen der Bevölkerung beim Viehschauplatz Uettligen öffentliche Ladestationen,
finanziert durch das Solarkraftwerk Wohlen zur Verfügung. (hus)

Gerzensee verschiebt die Wahlen

Am 17. Mai hätte in Gerzensee eine neue Gemeindepräsidentin oder ein neuer Gemeindepräsident gewählt werden sollen. Doch diese Wahlen werden verschoben, wie der amtierende Gemeindepräsident Stefan Lehmann (SP) erklärt. Der neue Termin fällt mit der nächsten eidgenössischen Abstimmung zusammen und ist noch offen. Die Verschiebung bedeutet, dass Lehmann noch eine Weile im Amt bleiben wird. Er hätte auf Ende Juni zurücktreten wollen. Für seine Nachfolge interessieren sich bis jetzt Monika Tschannen (Freie Wähler) und Ernst Hossmann (SVP). (rei)

Bern tauscht Land am Titlis ab

Südlich der Titlis-Bergstation gibt der Kanton Bern 1531 Quadratmeter Land an den Kanton Obwalden ab. Dafür wird die Kantonsgrenze zwischen Jochstock und Reissend Nollen minim zugunsten Berns verschoben, von einer Parzelle Engelbergs nach Innertkirchen.
Das wurde nötig, nachdem die Bergstation auf dem Titlis neu gebaut werden soll. Weil ein Teil des Neubaus Berner Boden tangierte, musste dafür die Kantonsgrenze verschoben werden. Denn das bernische Baugesetz lässt keine Bauvorhaben über Landes-, Kantons und Gemeindegrenzen hinaus zu. Die Regierungsräte der beiden Kantone haben dem neuen Grenzverlauf zugestimmt. (cd)

Drei neue Grossräte gewählt

Tabea Bossard-Jenni (EVP, Oberburg), Hanspeter Steiner (EVP, Boll) und Margret von Bergen (EVP, Uetendorf) ziehen in das Kantonsparlament ein. Der Regierungsrat hat sie als gewählt erklärt, wie die Staatskanzlei mitteilt. Sie ersetzen Martin Aeschlimann (EVP, Burgdorf), Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) und Marc Jost (EVP, Thun), die ihren Rücktritt auf Ende Mai erklärt hatten. (cd)

Von Graffenried AG übernimmt Szakaly Verwaltungen

Die Berner Immobilienverwalterin Szakaly Marti Verwaltungen AG geht per 1. April 2020 an die Von Graffenried AG Liegenschaften über, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Die weiteren Geschäftsbereiche von Szakaly Marti sind vom Deal nicht betroffen. Laut Giorgio Albisetti, Chef der Von Graffenried AG Liegenschaften, handelt es sich bei den meisten Objekten, die künftig von seiner Firma verwaltet werden, um Mietliegenschaften sowie um Stockwerkeigentum. Über den Umfang des Portfolios sei Stillschweigen vereinbart worden. Alle sieben Angestellten der Szakaly Marti Verwaltungen AG wechseln laut Albisetti zu Von Graffenried. (hae)

HIV preist die Wirtschaftsfreundlichsten

Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) publizierte heute sein jährliches Rating: Jährlich hebt er die der Wirtschaft am meisten zugetanen Mitglieder des Grossen Rates hervor. Wenig überraschend erlangen dieses Prädikat auch diesmal die Parlamentarierinnen und Parlamentarier von FDP, SVP, BDP und EDU. An der Spitze der Einzelrangliste stehen mit Sandra Hess (Nidau) und Fraktionspräsident Adrian Haas (Bern) zwei FDP-Mitglieder. Auf die beiden Erstplatzierten folgen Raphael Lanz (Thun) und Verena Aebischer (Riffenmatt), beide SVP. (cd)

Sanierung des Rehhag-Areals beginnt

Bei der stillgelegten Schiessanlage Rehhag in Bümpliz muss die Oberfläche in Bezug auf Altlasten saniert werden. Die entsprechende Baubewilligung wurde nun erteilt. Die Arbeiten beginnen im März und dauern bis etwa Mitte Mai 2020. Zuerst müssen im Waldstück, in dem sich die Schiessanlage befand, alle Bäume gefällt werden. Danach wird eine zusätzliche Erdschicht von 60 Zentimetern eingebracht. Die gesamte Fläche wird anschliessend wieder aufgeforstet. (sny)

Unterlegener Kandidat für das VR-Präsidium verlässt Comet

Beim Freiburger Technologieunternehmen treten zwei Verwaltungsräte zurück. Franz Richter und Christoph Kutter treten an der nächsten Generalversammlung nicht zur Wiederwahl an, wie Comet mitteilte. Kutter war erst im April 2019 in den Verwaltungsrat gewählt worden. Der erfahrene Unternehmer und Forscher in der Halbleiterbranche sollte gemäss dem Vorschlag des Verwaltungsrats Hans Hess als Präsidenten ablösen. In einer Kampfwahl entschieden sich die Aktionäre aber knapp gegen den Deutschen und für den Schweizer Heinz Kundert, ehemaliger Chef des Ostschweizer Vakuumventilherstellers VAT. Der Verwaltungsrat von Comet schrumpft nun mit den zwei Abgängen auf fünf Mitglieder. (jw)

Bahnhof Rubigen wird umgebaut

In Rubigen beginnt der Umbau des Bahnhofs. Die SBB erhöhen die zwei Perrons der Gleise 1 und 2 auf 55 Zentimeter. Sie erfüllen damit die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Kosten betragen rund 4,5 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB finanziert.
Die Bauarbeiten würden grösstenteils tagsüber erfolgen, schreiben die SBB. Einige Arbeiten finden aus Sicherheitsgründen nachts statt. Darüber werde vorgängig jeweils informiert. (rei)

Kipfers bleiben weiterhin im Schlossgut Münsingen

Die Gemeinde Münsingen hat den Pachtvertrag mit der Familie Kipfer verlängert. Kipfers führen seit 2016 das Restaurant Schlossgut. Nun werden sie den Betrieb noch bis Sommer 2022 weiterführen. Danach wird das Restaurant saniert und ein neuer Pächter gesucht, teilt die Gemeinde Münsingen mit. (rei)

Gemeindeversammlung in Belp findet nicht statt

Der Krisenstab der Gemeinde Belp hat die Gemeindeversammlung vom 19. März abgesagt. Er stützt sich dabei auf die Kriterien des kantonalen Führungsorgans. Insbesondere werde Personen im
Alter von über 65 Jahren von einer Teilnahme an Anlässen abgeraten.

«Dieses Kriterium verunmöglicht die freie Willensäusserung der Gesamtheit der Belper Stimmbevölkerung.» An der Versammlung wäre es unter anderem um die Sanierung der Schulanlage Mühlematt gegangen. Auch ein Informationsanlass zur Ortsplanungsrevision vom 18. März findet nicht statt. (rei)

Stadt Bern verabschiedet Altersstrategie

Die Stadt Bern will ihren Einwohnerinnen und Einwohnern auch im Alter eine hohe Lebensqualität im gewohnten Wohnquartier ermöglichen. Dies sieht die Altersstrategie 2030 vor, die der Gemeinderat verabschiedet hat.


Die Strategie ersetzt das bisherige Alterskonzept 2020, wie der Gemeinderat am Mittwoch mitteilte. Die Massnahmen orientieren sich an unterschiedlichen Lebenssituationen: Viele Menschen bleiben bis ins hohe Alter aktiv und selbständig, während andere auf Hilfestellungen angewiesen sind.
Für alle gelte, dass generationenübergreifende Mitverantwortung, quartiernahe Angebote und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu einem guten Leben im Alter gehören. Dazu zähle auch der Zugang zu Information und bezahlten Entlastungsangeboten für alle sowie die Förderung nachbarschaftlicher Unterstützung.


So will die Stadt Bern gute Rahmenbedingungen für sogenannte «Caring Communities» schaffen. Darunter wird eine solidarische Gemeinschaft verstanden, deren Mitglieder einander gegenseitig unterstützen.
In Bezug auf gute, allen zugänglichen Betreuungsdienstleistungen nehme die Stadt mit dem Pilotprojekt Betreuungsgutsprachen bereits heute eine Vorreiterrolle ein. Dabei können betagte Menschen bei der Stadt eine Mitfinanzierung von Unterstützungsangeboten beantragen.
(sda)

(red)