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Analyse zu aktuellen ProtestenDie neue Sehnsucht nach Umsturz

Revolution ist wieder Mode, auf der Strasse und in den Debatten. Aber der Wunsch nach radikaler Veränderung hat einen totalitären Zug, selbst wenn er die Welt besser machen will.

Demonstrieren für eine bessere Welt. Nur, wie soll die aussehen?   Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen in Berlin.
Demonstrieren für eine bessere Welt. Nur, wie soll die aussehen? Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen in Berlin.
Foto: Fabian Sommer (Keystone/dpa)

Ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst einer sich anbahnenden Revolution oder zumindest die Sehnsucht danach. Beinahe jedes Wochenende gehen Menschen für alles Mögliche auf die Strasse, fürs Klima, gegen Diskriminierung und Rassismus. Oder am vergangenen Samstag in Berlin gegen die Corona-Massnahmen des Staates. Was sich dort zeigte, konnte einen allerdings das Fürchten lehren: Eine bunte Truppe von Hippies, Esoterikern, Nazis und Reichsbürgern demonstrierte Schulter an Schulter, obschon sie kaum mehr verbindet als das Gefühl, dass es jetzt genug ist. Dass es eine neue, ganz andere Ordnung braucht. Und dass sie gewillt sind, dafür alles über den Haufen zu werfen.

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