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LeserreaktionenDie nächste Demo kommt bestimmt

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Haltungen gegenüber der Corona-Demonstration in Bern fallen bei der Leserschaft unterschiedlich aus.
Die Haltungen gegenüber der Corona-Demonstration in Bern fallen bei der Leserschaft unterschiedlich aus.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Zu: «Nationalrat eilt den Wirten zu Hilfe»

Stört das Empfinden eines Rechtsstaats

Dass nun die Vermieter 60 Prozent der Mieten für stillgelegte Geschäftsräume übernehmen müssten, stört mein Empfinden für einen Rechtsstaat enorm. Ein freiwilliger Erlass seitens der Vermieter würde ich begrüssen, aber keinen Eingriff ins Eigentumsrecht. Sollen doch die einem solchen Gesetz zustimmenden Parlamentarier auf 60 Prozent ihres Lohnes verzichten und diesen Betrag den Geschäftsmietern überweisen. Sonst müsste der Staat diese Mieten begleichen, da er die Stilllegung ja angeordnet hat.

Ruth Caesar, Walkringen

Zu: «Die Cheflöhne sinken»

Mutige vor, Solidarität ist gefragt

Nehmen wir mal an, dass für die allermeisten Haushalte ein Jahreseinkommen von 600‘000 Franken unvorstellbar viel ist – 50‘000 Franken pro Monat. Aber es gibt doch etliche Personen, die so viel und noch viel mehr verdienen. Deshalb mein Vorschlag: alle jene, die 2019 und 2020 mehr verdienen oder verdienen werden, sollen den gesamten Betrag (auch Boni) oberhalb von 600‘000 Franken in den Bürgschaftsfonds des Bundes einzahlen. Man könnte dann noch regeln, dass zum Beispiel 80 Prozent der dannzumal wegen Konkursen eingelösten Bürgschaften zuerst von diesem Geld beglichen werden. Wenn ich so überlege, kämen in der Schweiz locker einige Milliarden zusammen. Mutige vor, Solidarität ist gefragt. Man darf gespannt sein, wer sich freiwillig meldet.

Peter Ryser, Spiegel

Für Unternehmerinnen und Unternehmer dankbar

Als Rentner verstehe ich die Kritik an den hohen Managerlöhnen nicht. Im Kanton Bern bezahlen circa 20 Prozent der Steuerpflichtigen keine Steuern, also auch keine Krankenkassenprämien. Darum bin ich froh und dankbar, dass es genügend Unternehmerinnen und Unternehmer gibt, die viel verdienen und dank Steuerprogression unsere Steuerkassen füllen und zusätzlich auch viele AHV-Beiträge abliefern.

Enrico Barisi, Spiegel

«Das ist nun die Quittung, wenn Vorschriften und Verbote nicht durchgesetzt
werden.»

Chris Liniger, Bäriswil

Zu «Illegale Demonstration in Bern»

Früher wurde das Gesetz respektiert

Was muss man unter einer verbotenen oder nicht bewilligten Demonstration in Bern verstehen? Das weiss wohl niemand mehr genau. Früher wurden nicht bewilligte, also von der Regierung verbotene Demos, von der Polizei verhindert oder aufgelöst. Das Gesetz und die geltenden Vorschriften wurden respektiert. Dann begann man in Bern, verbotene Demos zu gewähren und sogar von der Polizei begleiten lassen. Das ist nun die Quittung, wenn Vorschriften und Verbote nicht durchgesetzt werden. Die nächste Demo, welche die Regierung trotz Verbot gewähren lässt, kommt bestimmt.

Chris Liniger, Bäriswil

Den Ernst der Lage nicht begriffen

Offenbar haben noch nicht alle den Ernst der Lage, die Eigenverantwortung betreffend der Gesundheit der Mitmenschen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie begriffen. Die Aktionen, die an den beiden letzten Samstagen in Bern stattgefunden haben, begründet, dass durch die Vorsichtsmassnahmen die demokratischen Rechte eingeschränkt würden, sind verantwortungslos und einfach nur dumm. Meine Frage an die Demonstranten: Beteiligt ihr euch alle auch regelmässig an allen Abstimmungen und Wahlen, bei denen ihr eure demokratischen Rechte einbringen könnt?

Niklaus Knuchel, Utzenstorf

Zu: «Wer steckt hinter den Corona-Rebellen?»

Die Meinung frei äussern

Wer hinter den Corona-Rebellen steckt? Erst mal ist dies eine unpassende Bezeichnung für Bürger, die vor dem Grundgesetz gleich sind und ihre Meinung frei äussern können. Dann findet man unter ihnen viele Menschen, die sich gut informieren, nachdenken und hinterfragen. Die inzwischen immer zahlreicher auftretenden Ärzte und Wissenschaftler (darunter viele namhafte Professoren) kann man wohl kaum Rebellen nennen.

Angelika Doblies, Walkringen

Zu: «Langenthal: Gerangel um das richtige Schulmodell»

Befremdet und erstaunt

Seit Jahren darf ich die Langenthaler Realschule ins Skilager und auf Exkursionen begleiten. Immer wieder bin ich vom Geist wie er in diesen bunt gemischten Klassen herrscht, begeistert. Die Lager werden von bewährten, ausgezeichneten Realschullehrern geführt, ich freute mich jedes Jahr daran. Die Aussage, Langenthal leide schon lange unter einer schlechten Schule, befremdet und erstaunt mich. Das Zentrum Kreuzfeld 1-3 wurde vor Jahren mit Erfolg zertifiziert und erhielt ausgezeichnete Noten. Wieso musste die Oberstufe zentralisiert und sollte das System 3b brachial eingeführt werden? Das System 3a ist ebenfalls durchlässig und kommt denen entgegen um die es geht, nämlich allen.

Albert Schaller, Langenthal