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Leserreaktionen«Die Leute ziehen aufs Land und klagen über Kuhglocken»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zu Klagen aus Wichtrach, der Verkehrslärm sei zu laut.

Valtenin Graf aus Wichtrach will auf das Thema Strassenlärm hinweisen. Die Leser sehen dies kritisch.
Valtenin Graf aus Wichtrach will auf das Thema Strassenlärm hinweisen. Die Leser sehen dies kritisch.
Foto: Raphael Moser

Leserbriefe zu «Wenn der Verkehr dich um den Schlaf bringt»

An der Hauptstrasse in Wichtrach beschwert sich Antwohner Valentin Graf über den Verkehrslärm. Er wohnt dort in einer WG mit Garten und so weiter. Er ist dort hingezogen, obschon er weiss, dass auf der unmittelbar am Haus vorbeiführenden Hauptstrasse mit erheblichem Verkehrslärm zu rechnen ist. Nun beklagt er sich und belegt den Lärm mit beträchtlichem Aufwand. Er wohnt ja freiwillig an diesem Ort. Es ist immer die gleiche Leier: Es gibt Menschen, die ziehen irgend an einen Ort, zum Beispiel aufs Land, und beklagen sich über die Kuhglocken, den Jauchegestank, die Kirchenglocken, Schiesslärm und vieles mehr. Alles Sachen, die ihnen zum Voraus eigentlich klar sein sollten. Was mich aber am meisten erstaunt, ist, dass diese Zeitung mit ihren Journalisten diesen freiwillig gewählten, angeblichen körperlichen Belastungen noch eine Plattform bietet. Andreas Burren, Gasel

Als das Haus erworben wurde, wusste man ja um die Situation mit der Strasse. Also bitte nicht jammern. Onlinekommentar von Andreas Leuenberger

Ich wohne auch an einer vielbefahrenen Hauptstrasse. Das Schlafzimmer ist 5 Meter vom Strassenrand weg. Ohne Schallschutzwand. Trotzdem ists im Schlafzimmer leise. Dank Schalldämmfenster und gut gedämmter Aussenwand. Ich würde dem Bewohner empfehlen, mal mit dem Vermieter ins Gebet zu gehen und eine Sanierung der Liegenschaft zu verlangen. Sonst soll er den Zins senken. Onlinekommentar von Josef Rothebühler

Leserbrief zu «Kanton Bern verbietet Grossanlässe ab 1000 Personen»

Was soll die Panikmache der Berner Regierung? Es gibt keine nachweisbaren Ansteckungen herrührend von Besuchen der Sportanlässe in den letzten 14 Tagen. Weil sich jedoch Regierungsrat Pierre Alain Schnegg von Anfang an gegen die Möglichkeit von Sportanlässen mit über 1000 Zuschauer ausgesprochen hatte, kommt für mich dieser unsägliche Entscheid der Berner Regierung nicht überraschend. Es ist ein total unverhältnismässiger, nicht nachvollziehbarer Beschluss der Berner Regierung mit fatalen Folgen für die Vereine. Zudem fürchte ich, wird es in Zukunft noch schwieriger werden, die Bevölkerung von anderen (sinnvollen) Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zu überzeugen. Heinz Nievergelt, Bätterkinden

Leserbriefe zu Leserreaktionen zum Lötschberg-Bauskandal

Die Sanierung des alten Lötschbergtunnels wird massiv teurer als geplant.
Die Sanierung des alten Lötschbergtunnels wird massiv teurer als geplant.
Foto: BLS

In den Leserbriefen stelle ich fest, dass alle von Symptoms- und nicht von Ursachenbekämpfung schreiben. Angefangen hat es vor rund 30 Jahren, als die «Öffentliche Hand» Ingenieurarbeiten neu unter Konkurrenz ausschrieb und so bis zu 50 Prozent Rabatte erhielt. Ingenieure mit Erfahrung waren nicht bereit zum halben Lohn zu arbeiten und haben sich in andere Berufssparten verabschiedet. Heute fehlen für die Ausschreibung solcher Grossprojekte erfahrene Ingenieure und jene mit Erfahrenen sind nicht bereit, zu Dumpingpreisen diese Verantwortung zu übernehmen. Jetzt werden Juristen beauftragt, die «Schuldigen» zu finden. Ich hoffe, dass die BLS eine Ausschreibung unter Juristen durchführen und die Untersuchung an den «günstigsten» Anbieter vergeben wird. Um solche unverantwortlichen Kostenüberschreitungen zu vermeiden, empfehle ich allen Bauherren: Beim Planen nicht sparen und für 100 Prozent Qualität auch bereit sein, 100 Prozent zu bezahlen, und bei der Vergabe die Qualität des Angebotes prüfen. Richard Muhmenthaler, Goldwil

Wir Leserbriefschreiber geben unsere Meinungen ab. Die Wenigsten von uns sind Fachleute oder haben Insider-Infos. In der Schweiz haben wir aber das Recht, zu denken und auch zu sagen, was wir wollen, solange es keine Lügen und/oder persönlichen Angriffe sind. Auch dummes Geschwätz ist nicht strafbar. Trotzdem muss ich mich manchmal fragen, warum sich jemand Mühe gibt, sich öffentlich zu blamieren. Erstens: 80 Millionen Franken in der Schweiz (8 bis 9 Millionen Einwohner) mit 400 Millionen Dollar in den USA (über 300 Millionen Menschen) zu vergleichen, grenzt an Satire. Zweitens: In der Schweiz geht es zum grössten Teil um Steuergelder und in den USA handelt es sich um Wahlkampfspenden. Tut mir Leid, heute gebe ich kein Trinkgeld. Mark Gasche, Kirchberg

Leserbrief zu «Rappa tanzt auf zwei Hochzeiten»

Der Burgdorfer Gemeinderat Francesco Rappa (BDP) kandidiert bei den Wahlen für den Stadt- und den Gemeinderat. Als bisheriger Gemeinderat wird ihm wohl die Wiederwahl problemlos gelingen. Im Falle einer Wahl in beide Gremien würde er sich wohl entscheiden, in der Regierung zu verbleiben. Kommt uns diese Situation nicht bekannt vor? Letzten Herbst 2019 kandidierte Beatrice Simon (BDP) für National- und Ständerat, nahm das Amt als Nationalrätin dann nicht an. Nun bringt die BDP Burgdorf mit Rappa dasselbe Manöver, welches das demokratische Konzept und den Willen der Wählerinnen und Wähler untergräbt. Hat die BDP mit ihrer kleinen Liste von acht Personen Personalmangel oder einfach Angst, Sitze zu verlieren oder gar ganz aus dem städtischen Parlament zu verschwinden? Tanja Blume, Juso Emmental, Burgdorf

Link zum Artikel: «Rappa tanzt auf zwei Hochzeiten»

5 Kommentare
    Nicki

    Auf dem Land ist man eben froh auf die Steuern der Stadtbewohner die auf das Land wechseln. Es braucht aber schon eine gewisse Anwöhungszeit. Später ist es dann das Gegenteil : man kann nicht schlafen ohne das Plätschen des Brunnens !