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Interview zur Rettung der Kinos«Die Leute ertragen es nicht mehr, zwei Stunden die Klappe zu halten»

Filmexperte Lars Henrik Gass will, dass Kinos zu Museen werden. Nur so würden sie eine Zeit überleben, in der immer mehr Leute streamen und immer weniger sich konzentrieren.

Ein Ort, wo man gezwungen wird, sich der Wahrnehmung eines anderen auszusetzen: Schlafender Mann im Kinosaal.
Ein Ort, wo man gezwungen wird, sich der Wahrnehmung eines anderen auszusetzen: Schlafender Mann im Kinosaal.
Foto: Getty Images

Einen Film zu streamen, wird immer populärer. Gleichzeitig heisst es,
nichts könne das Kinoerlebnis ersetzen. Müsste man nicht weiterdenken?

Doch. Zu sagen, hier das Kino, dort das Streaming – das ist eine falsche Alternative. Im Lockdown haben viele Menschen festgestellt, dass es gar nicht so schwierig ist, einen Film zu streamen. Was die Kinos angeht, gibt es aktuell stark bewahrende Kräfte, die gerne so schnell wie möglich zu ihren alten profitablen Geschäftsmodellen zurückkehren möchten. Dabei wirkt die Krise als Brandbeschleuniger für das Geschäftsmodell Streaming. Netflix hat zuletzt mehr als 15 Millionen Abonnenten hinzugewonnen, diese Entwicklung ist unumkehrbar.

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