Die Leere nach dem Freitod
Die in Bern aufgewachsene Annina Furrer verarbeitet in ihrem intimen Kinofilm «Dem Himmel zu nah» den Umstand, dass sich gleich zwei ihrer Geschwister das Leben nahmen.
Auf dem Plakat zu «Dem Himmel zu nah» stecken drei Kinder ihre Köpfe aus einem Sandhaufen am Strand und lachen in die Kamera. Ein vergnügtes Ferienfoto. Heute lebt von diesen Kindern nur noch eines: die Dokumentarfilmerin Annina Furrer. Furrers leibliche Schwester erhängte sich im Alter von 19 Jahren. Fast zwanzig Jahre später sprang auch ihr Adoptivbruder – ein gebürtiger Koreaner – von der Berner Kornhausbrücke. Beide Geschwister waren psychiatrisch betreut worden.