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Kolumne Krogerus & Tschäppeler«Die Landkarte ist nicht die Landschaft»

Was wir vom Wandern über komplexes Decisionmaking lernen können.

Foto: Roman Tschäppeler

Unlängst erreichte uns die Zuschrift einer Leserin, die fragte: «Gelten diese Modelle und Denkfiguren, die Sie hier präsentieren, wirklich für alle Situationen?»

Das ist eine ziemlich gute Frage.

Zum Glück gibt es eine Denkfigur, die wir zu Hilfe nehmen können, um die Frage zu beantworten. Sie heisst «Die Landkarte ist nicht die Landschaft» und stammt aus «Science and Sanity», dem komplexen Hauptwerk des polnischen Mathematikers und Philosophen Alfred Korzybski (1879–1950).

Das Landkarte/Landschaft-Problem besagt, dass es zwei Welten gibt: die Welt der Sprache und Symbole (die Landkarte) und die Welt der Erfahrung (die Landschaft). Mit anderen Worten: Die Beschreibung einer Sache ist nicht die Sache selbst. Unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit. Die Abstraktion ist nicht das Abstrahierte. Die beiden Welten können sich ähneln, aber sie sind nicht identisch.

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