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Leitartikel zum KlimaprotestDie Klimajugend riskiert ihre Glaubwürdigkeit

Die Aktivisten verunglimpfen das «reaktionäre» Parlament. Sie realisieren noch nicht, wie viel dieses soeben erreicht hat – und dass sie selber das Erreichte wieder gefährden.

Klimaaktivisten bei der unbewilligten Demonstration auf dem Berner Bundesplatz am 22. September.
Klimaaktivisten bei der unbewilligten Demonstration auf dem Berner Bundesplatz am 22. September.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Es war eine gute Woche für die Klimabewegung. Jene Kommentatoren, die ihr eine Einbusse an Sympathie prophezeiten, dürften sich irren. Die Besetzung des Bundesplatzes mag zwar illegal gewesen sein. Aber sie verlief gewaltfrei und war gut organisiert. Für die Reputation ist das wichtiger als fehlender Papierkram. Vor allem blieben die Aktivistinnen und Aktivisten dank der Plumpheit ihrer Gegner davor bewahrt, dass man sich gründlicher mit ihren Ideen befasste. So drehte sich eine tagelange Debatte um die mangelnde Impulskontrolle gewisser SVP-Politiker, die vor laufender Kamera ausgetickt waren. Ihr unfreiwilliges Verdienst ist es, dass die «Klimajugendlichen» daneben geradezu abgeklärt-erwachsen wirkten.

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