Die Kleinen haben den Freestyle drauf

Parallel zu den Weltstars auf den grossen Schanzen dürfen am Freestyle.ch auch talentierte Kinder ihr Können zeigen. Angst haben sie keine, dafür grosse Träume.

Die Kleinen wollen hoch hinaus: Mit BMX, Scooter und Skateboard befahren acht- bis 15-jährige Talente die «Skate Plaza». (Video: Anja Metzger)

Laute Musik dröhnt aus den Boxen, doch die Geräusche der Skateboards, Scooter und BMX-Bikes übertönen sie annähernd. Dazwischen hört man den Speaker: «Serafin am Cruisen!» In Sachen Coolness stehen die acht- bis elfjährigen Jungs – Mädchen waren keine dabei – den Grossen in nichts nach. Stürzen sie, stehen sie wieder auf, legen das Board vor sich hin und fahren wieder los.

Die 15 jungen Teilnehmer konnten sich im Vorfeld in sechs Schweizer Städten oder auch online qualifizieren. Zusammen mit der älteren Kategorie bis 15 Jahre waren es über 200 Skater, BMX- und Scooter-Fahrer, die an der Tour mitgemacht haben. In der «Skate Plaza» auf der Landiwiese werden die Besten von einer Jury bewertet.

Keine Angst trotz Knochenbrüchen

Viele Kinder sind mit ihren Eltern angereist, die sie von der Bande aus unterstützen. Deren Vertrauen in die Kinder ist gross. «Mein Sohn weiss, was er sich zumuten kann. Da habe ich keine Angst, dass er sich verletzt», sagt Matthias Stadler. Viele Kinder tragen zudem einen Helm.

Einige der Nachwuchsskater auf der Landiwiese hatten jedoch schon Knochenbrüche. Die Eltern nehmen es gelassen, und die Kinder lassen sich dadurch den Sport nicht vermiesen. Daniele Stamerra aus Lugano erzählt: «Ich wollte eigentlich, dass meine Kinder Fussball spielen, aber sie wollen immer nur skaten.»

Der Traum von der Profi-Karriere

Die Freude der Kinder stellt auch der Leiter der «Talent@Freestyle.ch»-Tour Cédric Romanens fest: «Die Kids sind extrem motiviert. Sie haben ein sehr hohes Niveau für ihr Alter. Das war vor 20 Jahren noch nicht so.» Fragt man die Nachwuchsskater, wollen sie alle Profis werden.

Der elfjährige Mauro Stuby will nach seinem ersten Jahr auf dem Brett sogar schon Sponsoren suchen. Profi-Skateboarder zu werden, sei in Europa jedoch sowieso schwierig, sagt Cédric Romanens. «Das Wichtigste ist aber der Spass am Skaten. Dann bleibt man dem Sport lange treu.» Romanens muss es wissen: Er fährt seit 20 Jahren Skateboard.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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