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Kommentar zu Grossrats­entscheidDie Härtefallhilfe wird kaum ein Kleinstunternehmen retten

Der Grosse Rat hat mit der Senkung der Umsatzlimite für Härtefälle den grösseren Firmen einen Bärendienst erwiesen.

Bei der Hotline für Härtefälle im Kanton Bern dürften künftig mehr Fragen von Kleinunternehmen auftauchen.
Bei der Hotline für Härtefälle im Kanton Bern dürften künftig mehr Fragen von Kleinunternehmen auftauchen.
Foto: Christian Pfander

Das Berner Kantonsparlament tappt in dieselbe Falle wie bereits das Bundesparlament im Winter: Es senkt die Umsatzlimite für Härtefallgelder von 100’000 auf 50’000 Franken. Sonst lasse man Kleinstunternehmen in den Konkurs laufen, monieren die Befürworterinnen und Befürworter aus SVP, SP, Grünen und EDU im Grossen Rat.

Nur: Die Härtefallhilfe wird kaum ein Kleinstunternehmen retten. Denn die Härtefallgelder sind für Fixkosten wie Mieten und Stromrechnungen vorgesehen. Bei vielen Kleinstunternehmen dürfte es sich dabei um wenige hundert Franken handeln. Sogar der Verband Berner KMU hält die Härtefallhilfe deshalb bei ihnen für vernachlässigbar. Viel wichtiger sind die anderen Finanzhilfen: Die Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständige und, so ein Kleinstunternehmen denn Angestellte hat, die Kurzarbeitsentschädigung.

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