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Dolomiti Super FlyDie grosse Machtdemonstration

Der Sieg am «Dolomiti Super Fly» dürfte den Berner Oberländern nach drei Renntagen kaum mehr zu nehmen sein. Bleibt die Frage, welcher der drei in Frutigen lebenden Gleitschirm-Cracks die Nase zum Schluss vorne haben wird.

Machtdemonstration der Oberländer am Dolomiti Super Fly. Das Livetracking zeigt das führende Trio, wie es den San-Pellegrino-Pass südlich der Marmolada überfliegt.
Machtdemonstration der Oberländer am Dolomiti Super Fly. Das Livetracking zeigt das führende Trio, wie es den San-Pellegrino-Pass südlich der Marmolada überfliegt.
Foto: PD

Sie haben am Dienstagnachmittag quasi rasch den Nachbrenner gezündet – und weg waren sie: Was die drei Frutiger Gleitschirmprofis Patrick von Känel (26), Sepp Inniger (24) und Chrigel Maurer (38) kurz vor Erreichen der markanten Marmolada (3343 m) nach rund zwei Dritteln der gesamten Renndistanz von 312 Kilometern vorführten, liess das gesamte Verfolgerfeld schlicht verblassen. Wie auf Kommando verabschiedeten sich die drei Oberländer plötzlich geschlossen von diesen, indem sie schneller und höher fliegen konnten. Fast hätte man den Eindruck haben können, als hätten die drei plötzlich das Gaspedal gefunden.

Nach dem vorentscheidenden sechsstündigen Flug über 100 Kilometer von Sterzing hinunter nach Felters landeten von Känel, Inniger und Maurer am Dienstagabend neben dem letzten Wendepunkt und konnten bis zum Kontrollschluss zu Fuss noch einige Kilometer zu Fuss in Richtung Ziel in Löweneck zurücklegen.

Ein Frutiger wird gewinnen – aber welcher?

Spannend entwickelte sich das Rennen am Dienstag in der ersten Tageshälfte: Bis zu sieben Athleten kämpften mehrere Stunden lang Seite an Seite um Positionen und Meter – oftmals alle innerhalb eines Radius von 100 Metern. In diesen Kampf verwickelt waren nebst der drei Oberländer auch der Urner Christoph Fässler, die beiden Italiener Giovanni Gallizia und Tobias Grossrubatscher sowie Michael Gierlach (Polen). Letzterer musste als erster Verfolger des führenden Oberländer Trios am Dienstagabend mangels Thermik 30 Kilometer vor dem Kontrollpunkt in Felters landen.

Unterdessen hat sich auch der Franzose Damian Lacaze nach vorn gearbeitet; er lag zum Kontrollschluss des dritten Renntages an fünfter Stelle.

Das Dolomiti Super Fly ist ein 312 Kilometer langes Gleitschirm-Biwakrennen, welches in einer grossen Runde in einem mittleren Radius von rund 80 Kilometern rund um Bozen im Uhrzeigersinn ausgetragen wird. Start und Ziel befinden sich in Löweneck.

Die führenden Patrick von Känel, Sepp Inniger und Chrigel Maurer befanden sich zum Kontrollschluss am Dienstagabend um 20 Uhr knapp 36 Kilometer Luftlinie vor dem Ziel in Löweneck. Sie dürften dieses spätestens nach Mittwochmittag erreichen. Offen bleibt, in welcher Reihenfolge sie sich das Siegerpodest teilen werden. Oder wollen die drei Frutiger womöglich gar das Ziel gleichzeitig passieren?

Mehr darüber ist über das Livetracking Dolomiti Super Fly zu erfahren: https://www.dolomitisuperfly.com/live-tracking/

Zeit für Spass: Patrick von Känel klatscht im Vorbeiflug mit Supporter Matteo Caprari ab.
Zeit für Spass: Patrick von Känel klatscht im Vorbeiflug mit Supporter Matteo Caprari ab.
Foto: Johannes Charrois
Am Superfly den grössten Teil gemeinsam unterwegs – wie hier im Aufstieg zu einem Startplatz: Patrick von Känel (rechts) und Chrigel Maurer.
Am Superfly den grössten Teil gemeinsam unterwegs – wie hier im Aufstieg zu einem Startplatz: Patrick von Känel (rechts) und Chrigel Maurer.
Foto: PD/Patrick von Känel