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Dolomiten: GleitschirmrennenDie grosse Aufholjagd

Drei Oberländer liegen am Gleitschirmrennen «Dolomiti Super Fly» nach zwei Renntagen in aussichtsreicher Position für den Sieg.

Nach verpatztem Start jetzt an der Spitze des Dolomiti Super Fly: Chrigel Maurer.
Nach verpatztem Start jetzt an der Spitze des Dolomiti Super Fly: Chrigel Maurer.
Foto: Bruno Petroni

Der Wetterpoker von Chrigel Maurer und Patrick von Känel in der Startphase des 312 Kilometer langen Gleitschirmrennens «Dolomiti Super Fly» ging nicht auf: Ein Gewitter blockierte die beiden in Frutigen lebenden Favoriten am Monte Stivo (2054 m) östlich des ersten Wendepunktes, während das halbe Feld der gestarteten 40 internationalen Athleten im Tal zu Fuss nordwärts Richtung Meran weiterziehen konnte. Mit 20 Kilometer Rückstand auf die Spitze nahmen von Känel und Maurer am Montag den zweiten Renntag in Angriff – und konnten mächtig aufholen.

Zurück an der Spitze des Rennens

Trotz der im Südtirol zu stabilen Wetterverhältnisse gelang den beiden, und auch dem dritten Oberländer Sepp Inniger eine fulminante Aufholjagd; bis zum Kontrollschluss um 20 Uhr konnten sie alle Drei bis an die Spitze vorstossen.

So richtig gut vorwärts kam am Montag wegen der Nachmittagsgewitter eigentlich niemand. Mit den letzten Abgleitern nach Meran in den Abendstunden kam es an der Spitze zum Zusammenschluss von sechs Athleten, die sich alle innerhalb von neun Kilometern befinden.

So präsentiert sich die Zwischenrangliste nach dem zweiten Renntag wie folgt: 1. Patrick von Känel und Chrigel Maurer (Frutigen). 3. Michal Gierlach (Polen), Rückstand 3 Kilometer. 4. Giovanni Gallizia (Italien), -4 km. 5. Christoph Fässler (Uri), -5 km. 6. Sepp Inniger (Frutigen), -9 km.

Auf Grund der guten Wetterprognosen für Dienstag und Mittwoch lässt sich einige Thermik erwarten. Verhältnisse, wie sie der sechsfache X-Alps-Sieger Chrigel Maurer liebt. Im Vorfeld des Rennens erklärte Maurer, der vor sechs Wochen die 3. Eigertour gewonnen hatte, das Dolomiti Super Fly zu seinem persönlichen Saisonhöhepunkt. Entsprechend darf man gespannt sein, wie sich das Rennen entwickeln wird.

Bald in der Rennhälfte

Das Dolomiti Super Fly ist ein 312 Kilometer langes Gleitschirm-Biwakrennen, welches in einer grossen Runde in einem mittleren Radius von rund 80 Kilometern rund um Bozen im Uhrzeigersinn ausgetragen wird. Start und Ziel befinden sich in Löweneck. Mit dem Erreichen des dritten von vier Wendepunkten in Sterzing werden die Führenden im Verlaufe des Dienstags die Hälfte der Renndistanz hinter sich gebracht haben.

Livetracking Dolomiti Super Fly: https://www.dolomitisuperfly.com/live-tracking/