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Zwei statt fünf Franken EintrittDie Frys senken den Preis für den Uetlibergturm

Erst im Sommer 2019 hatte der Uetliberg-Wirt den Eintrittspreis für den Aussichtsturm auf fünf Franken erhöht. Jetzt krebst er zurück. Nicht nur wegen Corona, wie es heisst.

Die Aussicht vom Uetliberg-Aussichtsturm (links) unbezahlbar? Mitnichten. Aber fünf Franken soll sie nicht mehr kosten, sondern nur noch zwei.
Die Aussicht vom Uetliberg-Aussichtsturm (links) unbezahlbar? Mitnichten. Aber fünf Franken soll sie nicht mehr kosten, sondern nur noch zwei.
Foto: Peter Lauth

Die Empörung war gross, als Uetliberg-Wirt Giusep Fry den Ausflüglern im Sommer 2015 die Gratis-Aussicht auf die Stadt verwehrte: Mit einem Drehkreuz abgesperrt war plötzlich der Zugang zum 30-Meter-Turm auf dem Gipfel, ebenso wie der Zugang zu den WC-Anlagen.

Als Fry im Sommer 2019 den Preis für den fabelhaften Rundumblick von zwei auf fünf Franken mehr als verdoppelte, wetterte Margrith Gysel, Präsidentin des Vereins Pro Uetliberg, auf TeleZüri ob dieser «Abzockerei». Sie denke, dass der Schuss nach hinten losgehen werde und noch weniger Leute auf den Turm steigen wollten. «Ich kenne Leute, denen die zwei Franken bereits zu viel waren.»

Besucherzahl halbiert

Sind tatsächlich die Gäste ausgeblieben? Kulm-Sprecher Benjamin Styger sagt, die Einnahmen aus den Eintritten seien in etwa gleich geblieben. Es haben sich also nur noch rund halb so viele Besucher auf dem Kulm die Aussicht gegönnt. Deshalb und weil man während der Corona-Pandemie nicht Familien mit dem Eintritt zusätzlich belasten wollte, habe man vor ein paar Wochen entschieden, zum alten Preis von zwei Franken zurückzukehren.

Der Gesinnungswechsel hat wohl auch mit einer Veränderung in der Chefetage zu tun: Giusep Frys Sohn Fabian (24) firmiert seit kurzem als Vizechef. Irgendwann werde er seinem Sohn das Zepter ganz übergeben, kündigte Fry kürzlich an.

lop

11 Kommentare
    Marie Louise Abächerli

    Da kann ich nur den Turm auf dem Albis empfehlen: Der ist gratis und erst noch schöner, weil aus Holz! Und ja, ich finde zwei Franken darf der Fry verlangen, aber fünf ist nur noch frech.