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«BZ us dr Box»Die dunkle Seite des Nobelkurorts Gstaad

Ein haarsträubender Fall von Menschenhandel in Gstaad, mit dem sich Quentin Schlapbach diese Woche beschäftigte. Im Podcast spricht er über seine Recherche.

Farblich abgestimmte Geranien im Sommer, beleuchtete Dächer im Winter: Gstaad bietet ein idyllisches Bild. Das Dorf im Berner Oberland ist besonders bei den Reichen und Schönen beliebt. Sie tummeln sich in Chalets an Sonnenhängen, feiern unterirdisch extravagante Partys und geniessen die Diskretion der Einheimischen.

Hinter den Fassaden der heilen Welt ist jedoch nicht alles eitel Sonnenschein. Dies zeigt unter anderem ein Fall, mit dem sich aktuell die Berner Staatsanwaltschaft beschäftigt: Ein serbisches Ehepaar aus Gstaad wird des Menschenhandels beschuldigt.

Die 62-jährige Frau und der 70-jährige Mann liessen junge Frauen aus Serbien unter haarsträubenden Konditionen im Saanenland arbeiten. 12-Stunden-Schichten, sieben Tage die Woche, nur zwei Mahlzeiten am Tag.

Skandalreiche Region

Es ist nicht der erste Skandal aus dem Saanenland, mit dem sich BZ-Redaktor Quentin Schlapbach in den letzten Jahren beschäftigt hat. Als selbstdeklarierter «Fan des Saanenlandes» schreibt er immer wieder über die Region und ihre dunkle Seite.

In der neusten Ausgabe des Podcasts «BZ us dr Box» sprechen wir über den schockierenden Fall, über die Mentalität des Schweigens und über die Parallelwelten des Nobelkurorts.

Geschichten aus dem Saanenland:

- Verdacht auf Menschenhandel: Die Hölle von Gstaad

- Verrückter Businessplan: Gstaader Graskönig will die Welt vor Corona retten

- Weil Tochter gemobbt wurde: Milliardärsfamilie verklagt Gstaader Elite-Internat

- Milliardenklagen wegen Opioidkrise: Umstrittene Familie Sackler zieht nach Gstaad

- Nachlass des Grossindustriellen: Der brisante Erbstreit der steinreichen Familie Engelhorn

- Wegen Betrugs verurteilt: Franz A. Zölch und sein zwielichtiger Gstaader Geschäftspartner