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LeserreaktionenDie Dankeskarte wird «naiv missbraucht»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Was ein nett gemeintes Präsent hätte sein sollen, erweist sich für die Berner Spitalgruppe als PR-GAU. Einigen geht die Kritik aber zu weit.
Was ein nett gemeintes Präsent hätte sein sollen, erweist sich für die Berner Spitalgruppe als PR-GAU. Einigen geht die Kritik aber zu weit.
Foto: screenshot/Facebook Manuel C. Widmer

Zu: Diese Aktion ist eine Schande

Passt zur heutigen Zeit

Dass ein Geschenk, ein eher besseres und sinnvolleres und zudem nicht so peinliches wie zum Beispiel alte, weiss angelaufene Schokolade eines Herrn Schnegg in gleicher Sache, medial so ausgeschlachtet wird, statt dafür dankbar zu sein, passt zur heutigen Zeit. Dass die Entlöhnung zu Diskussionen Anlass gibt, sei mit diesem Geschenk nicht zu vernachlässigen. Es sollte aber, aus meiner Sicht, nicht so naiv missbraucht werden, um genau das Gegenteil davon zu erreichen, was nötig ist. Wer Wertschätzung nur durch Geld erkennt oder erfährt, hat leider einen wesentlichen Teil im Leben nicht kennengelernt, oder wurde falsch darauf vorbereitet. Es hat zudem viele auch relevante Arbeitnehmer in unserer Gesellschaft, die beruflich noch nie ein Geschenk oder mediale Lorbeeren erhalten haben.

Onlinekommentar von Erich Kaufmann

Zu: Corona-Hilfe für Europa

Macht das Hilfspaket überhaupt Sinn?

Beim zähen Ringen um einen Kompromiss beim gigantischen Hilfspaket der Europäischen Union gibt es Schuldzuweisungen an beide Seiten. Ob ein Hilfspaket an sich überhaupt Sinn macht, scheint kein Thema zu sein. Alle wollen so schnell wie möglich den Zustand vor Covid-19 wiederherstellen. Der Glaube an das ewige Wachstum ist ungebrochen. Aber beim ewigen Wachstum verhält es sich wie bei der Quadratur des Kreises: Beides ist unmöglich. Unmöglich gibt es aber in der Politik nicht und bei der nächsten Krise werden dann halt ein paar Billionen «gedruckt».

Michael Geissbühler, Herrenschwanden