Kriminelle fälschen EJPD-Warnung

Wie aus dem Nichts erscheint im Browser ein Fenster. Dem Nutzer wird vorgeworfen, dass er pornografische Inhalte verbreitet hat. Der Absender: die Bundespolizei.

Auf der Suche nach Opfern: Die vermeintliche EJPD-Website. (Bild: fedpol)

Eine gefälschte Warnung, die derzeit im Umlauf ist, unterstellt dem Computernutzer, dass sein Rechner gesperrt ist, weil er zur Verbreitung von pornografischem Material genutzt worden ist. Dabei erscheint ein Fenster mit einer Nachricht, die scheinbar vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) stammt. In dieser Nachricht wird der Surfer aufgefordert, 5o0 Euro Busse für eine Freischaltung via iTunes-Prepaid-Karten zu bezahlen.

Diese Meldung stammt aber nicht von einer Schweizer Behörde, sondern von Internetbetrügern. Die Seite ist gefälscht und die Blockierung nur vorgetäuscht, wie das Bundesamt für Polizei (Fedpol) mitteilt. Es empfiehlt, keine Daten preiszugeben, den Browser einfach zu schliessen oder den Computer neu zu starten.

Dass die Warnung nicht von einer Bundesverwaltung, sondern von Betrügern stammt, sei unter anderem daran zu erkennen, dass die Bundesverwaltung nie dazu auffordert, Rechnungen oder Bussen online zu bezahlen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Cyber-Bedrohungen gab es im Jahr 2017 zuhauf. Neben der weltweit agierenden Ransomware Wannacry kam es auch in der Schweiz zu Datendiebstahl im grösseren Umfang. Anfang Dezember meldete die Melde- und Analysestelle des Bundes (Melani), dass Login-Daten von rund 70'000 Nutzern geklaut worden seien.

nag

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