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Abstimmungspropaganda im CheckDer Wolf, der Kälber tötet, ist ein Märchen

Kaum geboren, werden kleine Kälber vom Wolf gerissen – behauptete sogar Simonetta Sommaruga. Die Wahrheit ist fast noch tragischer.

Kühe mit ihren Kälbern auf einer Bündner Alp: 250 tote Kälber verzeichnet das Veterinäramt pro Sommer – nur eines wurde vom Wolf gerissen.
Kühe mit ihren Kälbern auf einer Bündner Alp: 250 tote Kälber verzeichnet das Veterinäramt pro Sommer – nur eines wurde vom Wolf gerissen.
Foto: Keystone

Vor der Abstimmung zum revidierten Jagdgesetz operieren Gegner und Befürworter mit Halbwahrheiten. Befürworter des neuen Gesetzes wiederholten in den vergangenen Wochen regelmässig die Geschichte vom Wolf, der inzwischen sogar Kälber reisse. Auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die für das revidierte Jagdgesetz wirbt, sagte in Interviews: «Jedes Jahr töten Wölfe mehrere Hundert Schafe und Ziegen und neuerdings sogar Kälbchen.» Doch Recherchen zeigen: Bisher wurde erst ein Kalb im Kanton Waadt nach einem Wolfsangriff verletzt – und nur in Graubünden starb ein Kalb nachdem es vom Wolf attackiert wurde. In sieben weiteren Fällen stellte sich heraus, dass die Tiere erst vom Wolf gefressen wurden, nachdem sie bereits tot waren.

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