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Auf der Spur der BSV-LegendenDer Traum vom Cupsieg

Der BSV Bern hat im Schweizer Cup den Achtelfinal gegen GC Amicitia Zürich 37:32 (18:12) gewonnen und erreicht die Runde der letzten acht Mannschaften.

Gedanklich frisch und effizient im Abschluss: BSV-Flügel Marco Strahm und seine Kollegen gewannen den Cup-Achtelfinal gegen GC souverän.
Gedanklich frisch und effizient im Abschluss: BSV-Flügel Marco Strahm und seine Kollegen gewannen den Cup-Achtelfinal gegen GC souverän.
Foto: Andreas Blatter

Der Cupfinal der Handballer wird in dieser Spielzeit in der Mobiliar Arena in Gümligen ausgetragen. «Das Erreichen des Endspiels in der eigenen Halle ist eines unserer Saisonziele. Es wäre ein Highlight», sagte Achim Dähler, Geschäftsführer des BSV Bern, im Vorfeld der Achtelfinalpartie gegen GC Amicitia Zürich.

Entsprechend konzentriert starteten die Berner ihre Mission. Zwei Wochen nach dem letzten Einsatz in der Meisterschaft gegen Schaffhausen, präsentierten sie sich von Anfang an als starke Einheit. Trotz einer zehntägigen Quarantäne und nur drei Trainingstagen im Vorfeld des Achtelfinals, wirkte der BSV gedanklich und physisch frisch.

Cvitkovics Paraden

Wogte das Geschehen zunächst ausgeglichen hin und her, schaltete die Berner nach 15 Minuten einen Gang höher und zogen mit einer Marge von drei Toren davon. An der Basis dieses Zwischenspurts stand nebst einer gnadenlosen Effizienz im Angriff auch Torhüter Mario Cvitkovic, der in jener Phase vier Paraden in Serie zum Besten gab und sogar noch selber einen Treffer ins verwaiste Tor von GC beisteuerte.

BSV-Torhüter Mario Cvitkovic wird in dieser Szene bezwungen, zeigte aber total 13 starke Paraden und war einer der Baumeister des Erfolgs gegen GC.
BSV-Torhüter Mario Cvitkovic wird in dieser Szene bezwungen, zeigte aber total 13 starke Paraden und war einer der Baumeister des Erfolgs gegen GC.
Foto: Andreas Blatter

Im ersten Spielabschnitt wartete der Kroate mit zehn, teils absoluten Weltklasseparaden auf und half seiner Equipe bis zur Halbzeit den Vorsprung auf sechs Tore auszubauen (18:12). «Mario und die ganze Abwehr machten in dieser Phase einen super Job», sagte der linke Flügelspieler Marco Strahm.

Platz in Ahnengalerie

Auch in Halbzeit zwei flachte die Konzentration bei den Bernern nicht ab. Sie hielten GC in Schach, verwalteten den Vorsprung clever. Zwar kamen nun auch die in der Meisterschaft noch sieglosen Zürcher etwas besser in Fahrt. Doch der BSV blieb cool, skorte ebenso regelmässig wie GC und tütete den Sieg souverän ein.

Ante Kaleb mit acht und Matthias Gerlich mit sechs Toren waren die besten Torschützen beim 37:32-Erfolg. «Trotz einer nicht einfachen Vorbereitung, zeigten wir eine gute Teamleistung und zogen unser Ding bis am Schluss konzentriert durch», meinte Strahm.

Ante Kaleb (links), BSV-Scharfschütze aus dem linken Rückraum, erzielte gegen GC acht Treffer.
Ante Kaleb (links), BSV-Scharfschütze aus dem linken Rückraum, erzielte gegen GC acht Treffer.
Foto: Andreas Blatter

In der schmucken Halle in Gümligen prangen oberhalb der Stehrampe neben der elektronischen Anzeigetafel drei Plakatstreifen in Übergrösse. Sie zeigen BSV-Legenden mit den Meisterpokalen aus den Jahren 1961, 1980 und 1985. «Wir hätten dort noch einigen Platz. Wieder mal einen Kübel nach Bern zu holen wäre toll», meinte Geschäftsführer Dähler schmunzelnd.

Marco Strahm, der gegen GC fünf Tore zum Sieg beitrug und zum besten Spieler der Einheimischen gewählt wurde, ergänzte: «Dass der Final in Gümligen stattfindet, ist ein riesiger Ansporn für uns.»

Im Viertelfinal bekommt es der BSV mit Wädenswil/Horgen aus der Nationalliga B zu tun. Die Berner dürfen nach dem Sieg gegen GC mehr denn je vom Einzug in das Endspiel zuhause und vom ersten Cupsieg in der Vereinsgeschichte träumen.

BSV-Captain Luca Mühlemann bejubelt auf der Spielerbank  einen Treffer der Teamkameraden.
BSV-Captain Luca Mühlemann bejubelt auf der Spielerbank einen Treffer der Teamkameraden.
Foto: Andreas Blatter
1 Kommentar
    Daniel Buser

    Gratuliere zum soliden Heimsieg gegen GC. Jetzt weiter konzentrieren und vom Saisonziel Cupfinal träumen. Als nächstes kommt jetzt der 1/4 Final, volle Konzentration