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Geschichte eines HeroinabhängigenDer Stoff taktet sein Leben

Er wird wohl nie mehr von den Drogen wegkommen. Ein 54-jähriger Burgdorfer erzählt, wie er seinen Alltag trotzdem meistert.

Zweimal täglich spritzt sich der 54-Jährige das Heroin.
Zweimal täglich spritzt sich der 54-Jährige das Heroin.
Foto: Raphael Moser

Seit 20 Jahren fängt sein Tag gleich an. Kurz vor neun Uhr trifft er, nennen wir ihn Stefan Müller, bei der Drogenabgabestelle hinter dem Burgdorfer Bahnhof ein. Dort spritzt sich der hagere Mann 120 Milligramm Heroin. Eine geringe Menge, jedoch genug, um ohne Entzugserscheinungen durch den Tag zu kommen. Danach geht es weiter ins Kafi, bis sich der 54-Jährige auf den Weg zu seinen Eltern macht. Sie erwarten ihn zum Zmittag. Was es wohl heute gibt? «Weiss nicht, ich esse, was auf den Tisch kommt», sagt er. Die Uhr im Sitzungszimmer der Drogenabgabestelle tickt laut, Stefan Müller erzählt zögerlich und leise.

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