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HeimniederlageDer SCL zeigt sich zu wenig effizient

Der SC Langenthal verliert 0:4 gegen den EHC Kloten. Er unterliegt, weil er seine Chancen nicht nutzt, während sich der Gegner kaltblütig zeigt.

Langenthal am Boden, Kloten obenauf: Die Oberaargauer unterliegen den Zürchern.
Langenthal am Boden, Kloten obenauf: Die Oberaargauer unterliegen den Zürchern.
Foto: Manuel Zingg

Corona geschuldet bestritt der SC Langenthal bereits das letzte der insgesamt vier Qualifikationsspiele gegen den EHC Kloten (total 2:2 Siege), während gegen den HC Ajoie erst ein Duell ausgetragen worden ist (Langenthal siegte mit 5:4 Toren). Zunächst hatte der SC Langenthal mehr vom Spitzenkampf gegen seinen Ex-Trainer Per Hanberg, der mit seiner Truppe in dieser Saison den Sprung in die National League schaffen will. Die Hürde ist ungleich tiefer als in früheren Jahren, da 2021 die Liga-Qualifikation entfällt und der Playoff-Sieger direkt aufsteigt.

Mehrfach hätte der SCL im gestrigen Kräftemessen zwischen den beiden Equipen das 1:0 erzielen können, das erste Drittel dominierte das Heimteam (13:6 Schüsse), dennoch lagen die Zürcher nach dem Startdrittel um zwei Längen vorne. Zuerst traf Juraj Simek nach einem schnellen Gegenangriff, ehe Fabian Ganz im Power-Play auf 2:0 erhöht.

Den endgültigen Entscheid gelang dem EHC Kloten im Schlussdrittel: Zunächst konnte der SC Langenthal eingangs des dritten Spielabschnitts von einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Ex-SCL-Stürmer Jeffrey Füglister nicht profitieren, und kaum waren beide Teams wieder vollzählig, erwischte Marc Marchon SCL-Keeper Pascal Caminada zwischen den Beinen zum 4:0. Dies nachdem die Zürcher im Mitteldrittel mit einem Power-Play auf 3:0 erhöht hatten.

Gäste brauchen wenig Chancen

Dass der EHC Kloten den Sieg letztlich sogar «gestohlen» hatte – bei total 31:21 Schüssen handelt es sich um einen «Stolen Win» –, belegt, dass die Gäste deutlich effizienter waren. Ein ungewöhnliches Bild: Oftmals sind es die Zürcher, welche mehr bis deutlich mehr Chancen erarbeiten, während SCL den Sieg davonträgt (namentlich im Rahmen der 4:1-Siege im Playoff-Viertelfinale 2019).

SCL-Stürmer Luca Wyss, der gestern sein 100. Meisterschaftsspiel für Langenthal austrug, sagt: «Es war nicht unser bestes Spiel, wir starteten sehr gut, zeigten viele Schüsse, doch dann kassierten wir ein Gegentor, wir nahmen Strafen, die vermeidbar gewesen wären, und wir machten zu wenig Druck auf das Tor.» Bereits am Donnerstag wartet das nächste Duell auf den SC Langenthal, die Begegnung mit Winterthur.