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Kirche RoggwilDer Renovationsbedarf ist unbestritten

Die Kirchgemeinde will ihr Gotteshaus sanieren. Nun wurde ein Kredit für ein Vorprojekt genehmigt.

Die Kirche in Roggwil wurde schon lange nicht mehr renoviert. Nun hat die Kirchgemeinde ein Projekt lanciert.
Die Kirche in Roggwil wurde schon lange nicht mehr renoviert. Nun hat die Kirchgemeinde ein Projekt lanciert.
Fotos: Franziska Rothenbühler

Seit über 350 Jahren steht die Kirche im Dorf. Mit dem Bau wurde 1665 begonnen, der heutige Turm auf der Nordseite wurde 1776 erbaut. So kann man es auf der Website der reformierten Kirchgemeinde Roggwil lesen. Die letzte Sanierung des Gotteshauses dürfte laut Kirchgemeinderatspräsident Christoph Ochsenbein in den 1960er-Jahren gewesen sein.

Seit einiger Zeit ist die Kirchenexekutive der Meinung, das der Kirche eine Renovation gut anstünde. Deshalb habe der Rat Anfang Jahr ein Architekturbüro ausgewählt, das einen Kostenvoranschlag für ein Vorprojekt erstellt habe, sagt Ochsenbein. Der Kredit von 68’000 Franken für das Vorprojekt wurde kürzlich von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt.

Es braucht neue Farbe

Laut Ochsenbein geht es darum, die Grundlagen für eine Renovation zu erarbeiten. Es müssten der Gebäudezustand aufgenommen sowie die Bedürfnisse der Kirchgemeinde abgeklärt werden. «Der Kirchgemeinderat hat schon Ideen, was in der Kirche gemacht werden müsste. Aber wir sind keine Baufachleute», sagt der Präsident. Deshalb soll die Renovation nun fachlich konkretisiert werden.

Ochsenbein nennt einige Beispiele, wo der Rat Handlungsbedarf sieht: Die Innenwände seien farblich ermattet. Zudem müssten auch die Kirchenmalereien erneuert werden. Kirchenbänke und Boden sollten ersetzt und die Technik auf den neusten Stand gebracht werden. Zudem ist die Kanzel in der Roggwiler Kirche laut Ochsenbein sehr hoch oben. «Wir haben uns gefragt, ob man sie nach unten versetzen könnte.»

Bänke und Boden sollen im Gotteshaus ebenso erneuert werden wie die Technik.
Bänke und Boden sollen im Gotteshaus ebenso erneuert werden wie die Technik.

Eine andere Frage, die sich die Ratsmitglieder gestellt haben: Ist es möglich, den Taufstein und den Abendmahlstisch, die mitten im Chor stehen, umzuplatzieren? Die beiden liturgischen Einrichtungsgegenstände seien fest im Boden verankert und somit bei Konzerten etwas unvorteilhaft.

Solche Fragen gilt es nun in einem Vorprojekt zu klären. Dabei werde auch die Denkmalpflege mitreden. Der Renovationsbedarf sei in der Kirchgemeinde unbestritten, das habe die Versammlung gezeigt. Ein wichtiger Punkt im ganzen Prozess sei natürlich, wie viel letztlich eine Renovation kosten werde und dürfe, sagt Christoph Ochsenbein.

Ziel ist laut dem Ratspräsidenten, dass bis Ende Jahr ein Vorprojekt vorliegt. Wenn möglich solle dann an einer Kirchgemeindeversammlung im nächsten Jahr über einen Sanierungskredit abgestimmt werden. Auf jeden Fall wird das Projekt die Kirchgemeinde in naher Zukunft noch beschäftigen.