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Living Library im WartsaalDer Mensch als offenes Buch

Zehn Personen warten im Café Wartsaal als lebende Bibliothek darauf, von Zuhörerinnen und Zuhörern ausgeliehen zu werden. Darunter auch Louise Schneider, die als «Sprayer-Grosi» bekannt wurde.

«Lebende Bücher» wie Louise Schneider erzählen Spannendes aus ihrem Leben.
«Lebende Bücher» wie Louise Schneider erzählen Spannendes aus ihrem Leben.
Beat Mathys

Da sitzt es nun, das Buch. Weisse Haare, weisser Bart. Felix Ziegler ist sein Name im echten Leben, hier ist er Buch Nummer neun. Er ist zum ersten Mal Teil einer Living Library – einer Veranstaltung, wo Menschen als lebende Bücher aus ihrem Leben erzählen und für eine kurze Zeit ausgeliehen werden können. Im schummrigen Licht des Cafés Wartsaal erzählt er den Zuhörerinnen und Zuhörern von seiner Jugend, von seinem schlechten Gewissen, als er in den 60er-Jahren das Militär besuchte, obwohl er sich sicher war, nie auf einen anderen Menschen schiessen zu können. «Beim Rasieren am Morgen sah ich mich im Spiegel an und dachte, was für ein feiger Typ ich sei», erinnert sich Ziegler.

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