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Leserreaktionen«Der Glaube an eine weise Landesregierung gerät ins Wanken»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum Sextourismus in den Kanton Bern.

Im Saunaclub Cleo in Bargen sind in diesen Tagen viele Kunden aus anderen Kantonen zu Besuch.
Im Saunaclub Cleo in Bargen sind in diesen Tagen viele Kunden aus anderen Kantonen zu Besuch.
Foto: Beat Mathys

Zu «Sextouristen kommen jetzt in den Kanton Bern»

Als wir diesen Artikel gelesen haben, ist uns der Kragen geplatzt. Seit Wochen sind unsere Restaurants geschlossen, kleine Läden werden zu gemacht, Menschen bangen um ihre Existenz. Und in der Zeitung steht, dass der Sextourismus boomt. Wie kann es sich der Bund leisten, seine Bürgerinnen und Bürger so hinters Licht zu führen? Einerseits redet man von einer Pandemie, von mutierenden Viren, andererseits sind die Grenzen offen und der Tourismus in jeglicher Form wird gefördert. Schon als wir lasen, dass englische Touristen in der Schweiz Skiferien machen dürfen, haben wir uns gefragt, wieso in Zeiten einer Pandemie die Grenzen nicht geschlossen werden? Als dann einige Tage später die Nachricht kam, dass ein mutiertes Virus aus Grossbritannien in die Schweiz eingeschleppt wurde, mussten wir schon fast lachen. Und nun lesen wir, dass der Sextourismus blüht und gedeiht. Merkwürdig, dass dieses Virus gerade vor sexuellen Handlungen halt machen soll. Der Glaube an eine weise Landesregierung gerät langsam ins Wanken. Marie Louise und Peter Zurbrügg, Steffisburg

Zu «Zürcher Abfall wurde jahrelang illegal im Berner Oberland deponiert»

Beim Lesen des Artikels kam mir sofort die Entsorgungsstelle in Kölliken in den Sinn. Ich war in den Achtzigern für die Entsorgung der giftigen Abfälle der PTT verantwortlich und habe auch einen Giftkurs in Bönigen besucht. Für mich als Altmaterialverantwortlicher war nach diesem Kurs alles anders. Von da an wurde nicht mehr alles auf den gleichen Haufen geworfen, sondern alles sortiert. Für das hatte ich bei meinen Kollegen einen schwerer Stand. Eines Tages fuhren wir mit Lastwagen und Anhänger nach Kölliken um 10 Tonnen Batterien zu entsorgen. Wir fuhren in eine grosse Grube und kippten die Batterien auf den blossen Erdboden, sofort kam ein grosser Trax und deckte alles zu. Ich habe noch die Bemerkung gemacht, ob das nicht gefährlich sei wegen dem Grundwasser. Mir wurde gesagt, dass ich mich nicht um solche Sachen kümmern soll. Was in Kölliken passiert ist, konnte später jeder in der BZ lesen, ein Skandal wie in Mitholz. Ist nach 35 Jahren alles schon vergessen, oder muss das so sein? Samuel Staudenmann, Ittigen

Zu «Berner Schoggi-Unternehmer zwingt Toblerone in die Knie»

Typische Konzernarroganz. Sieht Welten moderner aus als die optisch angestaubte Toblerone von der es erst noch extrem schwer ist, ein Stück abzubrechen. Ohne die Toblerone Schachtel direkt daneben käme niemand auf eine Namensähnlichkeit. Am Schluss interessiert mich eh nur der Geschmack und der wird wohl bei der Toblerone einzigartig bleiben und die Swissone probiere ich auch gern mal. Onlinekommentar von Reiner Ulrich

Zu «Nach Kehrtwende von Cassis greift der Bundesrat durch»

Die Experten sind sich einig, dass das Coronavirus via Tröpfchen respektive Kontakt übertragen wird. Je mehr ein direkter Kontakt mit anderen Menschen oder mit Gegenständen (etwa Einkaufswagen) stattfindet und wie näher wir anderen Menschen (insbesondere ohne Maske) kommen, desto grösser ist die Infektionsgefahr. Neben der Maskenpflicht wird auf der Grundlage der Ladenfläche festgelegt, wie viele Menschen gleichzeitig Einlass in ein Geschäft finden. Eine völlig sinnlose Massnahme, solange die gleiche Quadratmeterzahl im ÖV nicht auch gilt. Aber dort ist während der Stosszeiten weniger Platz als für die Sardine in der Büchse! Also wenn Massnahmen, dann bitte konsequent. Auch wenn das das vorübergehende Ende des ÖVs bedeutet! Michael Geissbühler, Herrenschwanden

Zu «Zwei Berner Schlachthöfe stehen am Pranger»

Wieder einmal sind Schlachtbetriebe im Clinch mit dem Tierschutz. Langsam geht es mir auf den Wecker. Wenn bei den Tierschützern technisches Wissen vorhanden wäre und die Verhandlungen mit den Betreibern geführt worden wären, dann wäre das Problem längst gelöst. Paul Plattner, Grünen

Zu «Skiverleiher beraten nun am Telefon»

Haben sich die Skiverleiher etwas dabei gedacht, per Telefon zu beraten? Sind die Kunden sich sicher, dass sie dadurch korrekte Angaben kriegen für die Einstellungen der Bindungen, damit auch keine Skiunfälle passieren? Finden die Skibetriebe dieses Vorgehen korrekt, um damit vielleicht das Verbot zu umgehen? Die Käufer müssen sowieso in den Laden kommen, ob Skikauf oder Skimietung. Schlussendlich muss jeder Betrieb sein Vorgehen trotz Verbot selbst verantworten. Martin Fischer, Worb