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Swiss Mountain RoadshowDer Festivalsommer startet in Steffisburg

Troubas Kater, Halunke und Baba Shrimps sind drei von neun Bands, die am 30. und 31. Juli sowie am 2. August in der Schönau in Steffisburg an der Swiss Mountain Roadshow aufspielen.

NacNecc eröffnet am 30. Juli die Swiss Mountain Roadshow in Steffisburg.
NacNecc eröffnet am 30. Juli die Swiss Mountain Roadshow in Steffisburg.
Foto: Steve Wenger
Die Pop-Helden Hot Like Sushi treten am 30. Juli in Steffisburg auf.
Die Pop-Helden Hot Like Sushi treten am 30. Juli in Steffisburg auf.
Foto: PD
Baba Shrimps schliessen die Swiss Mountain Roadshow in Steffisburg ab.
Baba Shrimps schliessen die Swiss Mountain Roadshow in Steffisburg ab.
Foto: PD
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Unter dem Patronat der Music Days Steffisburg und des Vereins Thunfest gastiert am 30. und 31. Juli sowie am 2. August die Swiss Mountain Roadshow mit ihrem ersten Halt auf dem Areal der Schulanlage Schönau in Steffisburg. Gemäss einer am Mittwoch verschickten Mitteilung der Veranstalter stehen während drei Tagen Bands wie Troubas Kater, Halunke, George, Baba Shrimps, Caroline Chevin, Hot Like Sushi oder die Lokalmatadoren Räbstock auf der Konzertbühne. Insgesamt treten pro Tag je drei Bands auf.

Am 1. August wird das Gelände abends von der Gemeinde selbst in Anspruch genommen, die dort die offizielle Bundesfeier mit Festakt, Kinder- und musikalischem Rahmenprogramm durchführt.

Getrennte Sektoren

Das Gelände ist gemäss der Medienmitteilung «so angeordnet, dass die Vorgaben von Bund und Kanton im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus eingehalten werden können». Das Publikum halte sich in zwei strikt getrennten Sektoren für je maximal 300 Personen auf. Für Festivalhelfer, die sich in beiden Sektoren aufhalten, herrscht Maskenpflicht.

Eine limitierte Anzahl Earlybird-Dreitagespässe ist ab sofort für 65 Franken im Vorverkauf erhältlich. Anschliessend kostet ein Dreitagespass 80 Franken. Ein Tagespass ist für 29.50 Franken erhältlich. «Wer die Veranstalter zusätzlich unterstützen will, kauft ein Soli-Ticket für 34.50 Franken und spendet damit einen Fünfliber», schreiben die Festivalmacher weiter. Tagespässe kosten an der Tageskasse 40 Franken. Alle Tickets sind persönlich und nicht übertragbar. An der Tageskasse müsse zudem ein gültiger amtlicher Ausweis vorgewiesen werden, ist weiter zu lesen.

«Enger Austausch»

Zur Zusammenarbeit zwischen den Vereinen Music Days Steffisburg und Thunfest kam es, weil man sich gegenseitig kenne und schätze, sagt der Kommunikationsverantwortliche beim Thunfest, Marco Zysset. Vorstandsmitglieder beider Vereine würden in derselben Firma arbeiten. «Zudem gibt es Personen, die in beiden OKs tätig sind. Wir pflegen einen engen Austausch», so Zysset.

Inwiefern für die Patronatspartner bei der Roadshow auch finanziell etwas rausspringt, muss sich weisen: «Der Verteilschlüssel eines allfälligen Gewinns ist noch nicht definiert. Sicher ist, dass das Budget der Swiss Mountain Roadshow mindestens kostendeckend ist», sagt Zysset. Im Idealfall decke ein allfälliger Gewinn-Anteil zugunsten des Vereins Thunfest einen Teil der Auslagen, welche durch die abgebrochene Planung entstanden sei.

Zunächst stand der Verein Thunfest auch mit der Stadt Thun in Kontakt – für eine Austragung des Festivals in der Schadaugärtnerei. Zwei Punkte hätten letztlich gegen den Standort gesprochen, wie der Leiter Stadtmarketing, Peter Jost, auf Anfrage erklärt: «Zum einen hätten wir die getrennten Sektoren für je maximal 300 Personen nicht mit vernünftigem Aufwand umsetzen können, zum anderen waren für den Sommer bereits diverse andere Events in der Schadaugärtnerei terminiert, sodass es zeitlich nicht mehr passte.» Deshalb habe die Stadt Ende Juni die Anfrage abgelehnt.

Oberländer Initiative

Die Swiss Mountain Roadshow wurde von Berner Oberländer Kulturveranstaltern lanciert. Sie schicken ein komplettes Festival auf Tour und bringen die ganze Infrastruktur samt Künstlern in die Veranstaltungsorte. Nach Steffisburg sind zwei Tour-Stopps bereits fix, weitere sind in Verhandlung. In Matten bei Interlaken macht der Tross am 14. und 15. August auf dem Areal der Rugenbräu AG Halt. Die dort auftretenden Bands werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

Die Macher betonen, dass die Festival-Tour nicht primär karitativen Charakter hat. «Die Veranstaltungen sind kostenpflichtig und selbsttragend», heisst es. Die lokalen Patronatspartner seien am Erlös aus den Ticket-Verkäufen beteiligt. Ziel sei, dass alle Beteiligten – Caterer, Infrastruktur-Dienstleister, Sicherheitsfirmen, Künstler und andere – wenigstens einen Teil der Ausfälle kompensieren können, die durch den faktischen Wegfall des Festivalsommers 2020 entstanden sind.

gbs/pd