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Metzgermord in RoggwilDer Fall geht nochmals ans Obergericht

Das Bundesgericht weist die Vorinstanz an, die bedingte Entlassung eines Beteiligten erneut zu prüfen.

Unweit des Restaurants Rössli in Roggwil wurde der Metzgermeister ermordet.
Unweit des Restaurants Rössli in Roggwil wurde der Metzgermeister ermordet.
Foto: Raphael Moser

S.T.* war Komplize, als 2003 der 79-jährige Metzgermeister W.L.* beim Rössli ermordet wurde. 2012 wurde er deshalb zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt. Im Mai 2019 hatte er zwei Drittel davon verbüsst und verlangte deshalb, bedingt entlassen zu werden. Er hätte die Schweiz verlassen müssen und wollte in seinem Heimatland Serbien eine ihm angebotene Stelle antreten.

Dies verweigerte ihm jedoch die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern, weil er sich seiner Tat nicht stellen wolle und sich jeder Therapie verweigert habe. Das bernische Obergericht bestätigte diesen Entscheid. Es verzichtete darauf, die Bewährungsaussichten von S.T. nochmals beurteilen zu lassen. Es stellte lediglich fest, dass die Vorinstanz ihren Ermessensspielraum nicht überschritten habe. Das rügt nun das Bundesgericht in seinem Urteil vom 3. November.

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