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Theaterspektakel in HuttwilDer «Burechrieg» erhält neue Gesichter

Der Neustart für das Freilichtspiel erfolgt wegen Corona unter erschwerten Bedingungen – und mit neuem Regisseur und neuem Hauptdarsteller.

Ziehen 2021 in den Bauernkrieg: Der neue Regisseur Ulrich Simon Eggimann (links) und der neue Hauptdarsteller in der Rolle des Bauernführers Niklaus Leuenberger, der Berner Schauspieler Fabian Guggisberg.
Ziehen 2021 in den Bauernkrieg: Der neue Regisseur Ulrich Simon Eggimann (links) und der neue Hauptdarsteller in der Rolle des Bauernführers Niklaus Leuenberger, der Berner Schauspieler Fabian Guggisberg.
Foto: PD / Rolf Sutter

Es war alles aufgegleist: Diesen Sommer hätte eigentlich beim Spycher-Handwerk in Huttwil das Freilichtspiel «Burechrieg» über die Bühne gehen sollen. Doch aus den 19 Vorstellungen wurde nichts. Wie so viele Veranstaltungen und Events fiel auch der Bauernkrieg der Corona-Pandemie zum Opfer.

Doch einfach das Handtuch werfen, das wollten die Verantwortlichen von Pro Regio sowie des Organisationskomitees nicht. Stattdessen soll das geplante Freilichtspiel-Spektakel nächsten Sommer nachgeholt werden – vom 8. Juli bis 7. August.

Neu mit Eggimann und Guggisberg

In diesen Tagen ist nun der Neustart des Projektes erfolgt. Und wie die Organisatoren mitteilen, gab es dabei diverse personelle Änderungen zu verzeichnen. Die markantesten betreffen zwei Schlüsselpositionen, die neu besetzt werden mussten: Der bisherige Regisseur Schang Meier habe aus gesundheitlichen Gründen sein Engagement beenden müssen, heisst es in der Mitteilung. An seine Stelle trete mit dem Berner Ulrich Simon Eggimann ein in der Theaterszene bestens bekannter Regisseur, Autor, Schauspieler und Sänger.

Der gebürtige Berner erlangte das Operndiplom am Konservatorium sowie an der Musikhochschule Zürich. Als Opernsänger erhielt er diverse Engagements an schweizerischen und ausländischen Bühnen. Dabei trat er beispielsweise auch bei der Gartenoper in Langenthal auf. Als Regisseur hat er sich vor allem mit der Emmentaler Liebhaberbühne einen Namen gemacht.

Neu besetzt werden musste auch die Hauptrolle des Bauernführers Niklaus Leuenberger, die vom Schauspieler Dominik Gysin hätte gespielt werden sollen. Dieser habe sein Engagement aus privaten Gründen zurückgezogen, heisst es. Auch hier sei das OK aber rasch fündig geworden: Die Wahl fiel auf den 33-jährigen Berner Schauspieler Fabian Guggisberg. Dieser absolvierte von 2007 bis 2010 die Hochschule der Künste in Bern und spielt diverse Instrumente. Er hat bereits in zahlreichen Theater- und TV-Produktionen mitgespielt.

OK-Präsident Andreas Christen (links) und Pro-Regio-Geschäftsführer Walter Rohrbach vor dem Graben beim Spycher-Handwerk, wo das Freilichtspiel 2021 aufgeführt wird.
OK-Präsident Andreas Christen (links) und Pro-Regio-Geschäftsführer Walter Rohrbach vor dem Graben beim Spycher-Handwerk, wo das Freilichtspiel 2021 aufgeführt wird.
Foto: Thomas Peter

Anlässlich eines Infoabends hat der neue Regisseur den Amateurschauspielern sein Konzept und seine Ziele präsentiert. Er ermunterte sie: «Wir müssen mit Freude an dieses Werk herangehen und Ja sagen zu diesem Projekt. Ich freue mich, euch beim Verarbeiten und beim Vertiefen des besonderen Stoffes zur Seite stehen zu dürfen.»

Weitere Akteure gesucht

Bis zu den Aufführungen gibt es allerdings auch noch einige Stolpersteine zu überwinden. Die anhaltende Corona-Pandemie erschwere nämlich nicht bloss die Probenarbeit, die bis nach den Herbstschulferien eingestellt ist und danach unter Schutzmassnahmen wieder aufgenommen wird. Die Pandemie habe auch dazu geführt, dass sich einige Schauspieler, Sängerinnen und Helfer vom Projekt zurückgezogen hätten, teilen die Organisatoren mit.

Weshalb man aktuell noch auf der Suche sei nach Personen, die sich gerne in irgendeiner Form am Freilichtspiel beteiligen möchten. Gemäss Regisseur Ulrich Simon Eggimann sind auch Kinder erwünscht.

Trotz all den Unsicherheiten verbreitet OK-Präsident Andreas Christen Zuversicht: «Wir sind der Meinung, dass ein solches Projekt einen Mehrwert für die ganze Region bietet und im sommerlichen Unterhaltungsangebot der Region so etwas wie einen Leuchtturm-Event darstellen wird.»

swl