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50 Jahre Frauenstimmrecht«Der Bundesrat muss sich nicht bei den Frauen entschuldigen»

Im Podcast «BZ us dr Box» reden wir mit der ehemaligen Berner Gemeinderätin Therese Frösch über die Beseitigung des historischen Unrechts vor 50 Jahren.

Wer heute in der Schweiz aufwächst, kann es sich kaum mehr vorstellen: Erst seit 50 Jahren können Frauen hierzulande abstimmen. An diesem Sonntag feiert die Einführung des Frauenstimmrechts ihr rundes Jubiläum.

Wobei sich die Frage stellt, ob die späte Beseitigung dieses historischen Unrechts überhaupt ein Grund zum Feiern ist. In keinem anderen Land hat es schliesslich so lange gedauert wie in der Schweiz.

Die Feministin aus dem stockkonservativen Zofingen

Unser heutiger Gast bei «BZ us dr Box», Therese Frösch, die erste grüne Gemeinderätin der Stadt Bern, meint ja. Sie wuchs in den 50er-Jahren im damals noch stockkonservativen Zofingen auf. Als junge Frau hatte sie es noch erlebt, wie es ist, nicht abstimmen zu können.

Im Podcast erzählt Therese Frösch, wie sie im Aargau zur Feministin wurde. Wie sie Ende der 80er ihre politische Überzeugungen von der Strasse in die Parlamente trug. Wie sie 1991 den ersten Frauenstreik mitorganisierte. Und weshalb auch heute noch viel passieren muss, um die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben.

«Die reiche, patriarchale Schweiz reagiert erst dann, wenn sie mit dem Rücken zur Wand steht.» Klare Worte von Therese Frösch zum 50-Jahr-Jubiläum der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz.
«Die reiche, patriarchale Schweiz reagiert erst dann, wenn sie mit dem Rücken zur Wand steht.» Klare Worte von Therese Frösch zum 50-Jahr-Jubiläum der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz.
Foto: Andreas Blatter
2 Kommentare
    weber anna

    Wieso soll sich der BR entschuldigen ? Solche Feministinnen sind mehr als fragwürdig, das ganze Theater um das Frauenstimmrecht ist einfach nur Kindergarten. Ich verpasse keine Abstimmung aber ich stimme still und leise.