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Portrait eines MalersDer Brachialromantiker

Der Zürcher Maler Pascal Möhlmann beherrscht sein Handwerk – was ihn nicht davon abhält, immer noch besser werden zu wollen.

Pascal Möhlmann, «FOR EVER», Öl auf Leinwand, 220 x 130 cm, 2019.
Pascal Möhlmann, «FOR EVER», Öl auf Leinwand, 220 x 130 cm, 2019.
Bild: Courtesy the Artist

Der Lauf der Dinge scheint ihm jetzt recht zu geben, aber was heisst jetzt? Fast dreissig Jahre später, und es ist ja auch nicht so, dass er es darauf angelegt hätte, recht zu bekommen. Wenn überhaupt, hat Pascal Möhlmann schlicht aufgepasst, dass seinem künstlerischen Ehrgeiz der Geltungsdrang nicht in die Quere kommt, und ansonsten einfach gemacht, was bei ihm bedeutet: gemalt – oft den immer selben Gegenstand – und zugesehen, dass er dabei besser und besser wird.

Eigentlich komisch, bedenkt man, dass ihn manche, die sich zum Kulturkuchen zählen, als Szenephänomen abgetan haben. Die haben sich den freien Blick vielleicht von seinen Armen, an denen zahlreiche Tattoos hinaufklettern, verstellen lassen, von seiner Alltagskluft – weisses T-Shirt, Jeans, Turnschuhe – oder seiner Leidenschaft für seine schwere BMW. Wohl davon, dass der 51-jährige Niederländer nicht nur wie ein cooler Hund aussieht, sondern so, wie ein Kunstmaler – diese vom Aussterben bedrohte Art – des 21. Jahrhunderts aussehen sollte: mit frühmodernen Elementarteilchen des angry young man in der Erscheinung.

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