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Corona in Altersheimen«Wir sitzen auf einer Zeitbombe»

Margrit Lüscher vom Alterszentrum Bruggwiesen in Effretikon ZH ruft Mitarbeitende zur Arbeit, die in Quarantäne sind, weil das Personal fehlt. Im Kanton Aargau dürften sogar positiv getestete Pflegende arbeiten.

Holt wegen Personalmangels Angestellte aus der Quarantäne an die Arbeit zurück: Margrit Lüscher, Geschäftsleiterin des Alterszentrums Bruggwiesen.
Holt wegen Personalmangels Angestellte aus der Quarantäne an die Arbeit zurück: Margrit Lüscher, Geschäftsleiterin des Alterszentrums Bruggwiesen.
Foto: Thomas Egli

Als Margrit Lüscher am Donnerstag im Alterszentrum Bruggwiesen in Effretikon ZH zur Arbeit geht, gibt es schon wieder einen Fall mehr. Bei ihr sind nun sieben Angestellte in Isolation oder Quarantäne. «Wir sitzen auf einer Zeitbombe», sagt die Geschäftsführerin. «Jeder Tag sieht wieder anders aus, und wir wissen nicht, wo wir in zwei oder drei Wochen stehen werden.»

Planen ist schwierig. Es gibt bereits Schichten, die nicht mehr abgedeckt werden. «Unser Personal ist müde und noch erschöpft von der ersten Welle.» Und jetzt fallen wegen positiver Tests immer mehr Leute aus. Ausgerechnet jetzt. «Wir schwimmen, wir mögen das jetzt schon kaum mehr stemmen und das ist ja erst der Anfang», sagt Lüscher. Die Personalknappheit trifft die ganze Branche. Temporärbüros fänden kaum Ersatz.

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