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Das sind die Berner Beach BoysDas YB im Sand

Wenn diesen Sommer die nationale Meisterschaft im Beachsoccer beginnt, ist ein neues Team dabei: der BSC Beach Boys Bern.

Während des Trainings des BSC Beach Boys Bern übt Team-Gründer Sascha Feuz spektakuläre Fallrückzieher.
Während des Trainings des BSC Beach Boys Bern übt Team-Gründer Sascha Feuz spektakuläre Fallrückzieher.
Foto: Stefan Wermuth
Am liebsten hätte sich der Verein YB angeschlossen. Das klappte zwar nicht, die Vereinsfarben sind aber dieselben.
Am liebsten hätte sich der Verein YB angeschlossen. Das klappte zwar nicht, die Vereinsfarben sind aber dieselben.
Foto: Stefan Wermuth
Feuz will mit dem neuen Team nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Feuz will mit dem neuen Team nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Foto: Stefan Wermuth
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Jetzt hat auch Bern wieder ein Beachsoccer-Team. 2015 hatten sich die Sable Dancers aufgelöst, nachdem die Equipe um Nationaltrainer Angelo Schirinzi noch 2013 und 2014 das Double (Schweizer Meister und Cupsieger) geholt hatten. Fünf Jahre später hat nun Sascha Feuz den BSC Beach Boys Bern gegründet. Der Seeländer hat Erfahrung mit der Lancierung eines neuen Teams. 2008 gehörte er zu den Mitgründern des BSC Bienne Hatches. Nach zehn Jahren erfolgte 2018 der Rücktritt. «Aber jetzt ist die Lust zurück», begründet Feuz seinen Wiedereinstieg in den Sand.

Gespräche mit YB

Mit dem Platz in Gümligen fand er eine Heimstätte. «Für mich war sofort klar, dass Bern im Teamnamen sein musste, schliesslich hat die Hauptstadt keinen Verein.» Am liebsten hätte er sich YB angeschlossen. «Es gab Gespräche, aber YB hatte während der Corona-Krise andere Probleme zu lösen.» Obwohl eine Zusammenarbeit nicht zustande kam, sagt Feuz: «Wir sind trotzdem so etwas wie das YB im Sand und spielen in Gelb-Schwarz.»

Am 11. Juni hat das Team erstmals trainiert. Sieben Spieler waren anwesend, mittlerweile sind es mehr. Auch der routinierte Berner Francesco Caputo, der normalerweise mit einer Schweizer Auswahl unterwegs ist, wurde angefragt und schliesst nicht aus, im Verlauf der Saison mitzuhelfen. Bis dahin sucht Feuz weiter nach Akteuren: «Da ich zwei Jahre in Frankreich gespielt habe, verfüge ich über entsprechende Kontakte. Ich halte deshalb Ausschau nach zwei, drei internationalen Verstärkungen.» Ziel der neuen Equipe: nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Denn nächstes Jahr soll es wieder eine zweite Liga geben.

Mehr Transparenz

Der Meisterschaftsbetrieb war nicht nur wegen Corona lange unklar. Einige Clubs erwägten die Gründung einer eigenen Liga, weil sie mit Swiss Beachsoccer, der dem Schweizerischen Fussballverband angegliedert ist, im Clinch lagen. Mittlerweile ist der Pionier und CEO von Beachsoccer Schweiz, Reto Wenger, zurückgetreten und mit GC-Trainer Sandro Spaccarotella ein neuer Ligadirektor installiert. «Spacca hat Brücken geschlagen. Und was die Finanzen betrifft, ist jetzt vieles transparenter», erklärt Severin Eggenschwiler vom BSC Thun und betont, «die aktuelle Liga ist zwar immer noch eine Kompromisslösung, hat aber eine Chance verdient.»

Ein Corona-Fall

Die Meisterschaft sollte am Wochenende in Jona starten und nach fünf Stationen Mitte August mit dem Finalturnier in Spiez enden. Weil vor einer Woche bei einem Testspiel ein Corona-Fall zu beklagen war, befinden sich nun Mannschaften in Quarantäne. Der Spielplan wurde deshalb bereits durcheinandergewirbelt. Der Auftakt in Jona ist kurzfristig verschoben worden, der Event in Spiez kann ebenfalls nicht stattfinden.

Sablun pausiert erneut

Sicher nicht dabei sind diese Saison die Berner Frauen des BSC Sablun. «Wir pausieren noch ein zweites Jahr», meint Präsidentin Claudia Hirsig. Zum Entscheid habe auch die lange unsichere Situation betreffend der Durchführung der Liga beigetragen. «Aber wir haben uns nicht aufgelöst, sondern haben nach wie vor die Absicht zurückzukommen.» Nicht auszuschliessen ist, dass die Sablun-Frauen dann lokale Konkurrenz kriegen, denn Sascha Feuz denkt bereits an die Gründung eines Frauenteams mit dem Namen BSC Beach Girls Bern.

Die Frauen des BSC Sablun lassen die Bälle auch diese Saison ruhen.
Die Frauen des BSC Sablun lassen die Bälle auch diese Saison ruhen.
Foto: Raphael Moser