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Das verheissungsvolle Quartett

Geht es um Brasilien, sprechen alle von Neymar. Dabei verfügt der WM-Gastgeber vor allem über eine ausgezeichnete Abwehr. Heute, in Fortaleza gegen Mexiko, müssen die Starverteidiger beweisen, auch eine starke Viererkette bilden zu können.

Geht es darum, eine Weltauswahl aus Fussballern aufzustellen, wählen nicht wenige gleich die komplette brasilianische Viererkette in der Abwehr – umso mehr, als der Deutsche Philipp Lahm seine Spielintelligenz und Passsicherheit nicht mehr hinten links oder rechts, sondern im Zentrum des Aufbaus unter Beweis stellt. Und die spanischen Abwehrstützen Gerard Piqué sowie Sergio Ramos beim 1:5-Debakel gegen Holland vor wenigen Tagen wie überforderte Amateurkicker über den Rasen stolperten.

Daniel Alves, David Luiz, Thiago Silva, Marcelo also. Gesamtmarktwert laut Transfermarkt.ch: 135,5 Millionen Schweizer Franken. Es ist das teuerste Abwehrquartett der Welt. Global geschätzt, gefürchtet, gelobt. Wobei das mit den Marktwerten ja so eine Sache ist. Hat sich irgendein Scheich, Oligarch, Industrieller, der sich zur Unterhaltung einen Topverein hält, zum Ziel gesetzt, einen Fussballer zu verpflichten, spielt Geld selbst in Zeiten des Financial Fair Play keine Rolle. Und so engagierte Paris Saint-Germain vor kurzem David Luiz von Chelsea, als Ablösesumme werden 75 bis 100 Millionen Franken genannt. Für einen Verteidiger! Es sind Kennzahlen, die den wirtschaftlichen Wahnsinn des Geschäfts belegen. David Luiz löst damit locker Rio Ferdinand als teuersten Abwehrspieler der Geschichte ab. Der Engländer wechselte 2002 für etwa 60 Millionen Franken von Leeds zu Manchester United.

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