Zum Hauptinhalt springen

Challenge-League-StartDas sind die Gegner des FC Thun

Die Berner Oberländer treffen in der Liga auf Altmeister, Nachwuchstalente, ehemalige Thuner und bekannte Namen an der Seitenlinie. Ein Überblick vor dem heutigen Auftakt gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy.

FC Aarau

Shkëlzen Gashi spielte schon bei Basel, GC und sogar in Nordamerika. Nun ist er Captain beim FC Aarau.
Shkëlzen Gashi spielte schon bei Basel, GC und sogar in Nordamerika. Nun ist er Captain beim FC Aarau.
Foto: Marc Schumacher(Freshfocus)

Beim FC Aarau ist nach dem Präsidentenwechsel von Alfred Schmid zu Philipp Bonorand im Juni eine Neuausrichtung im Gang. So wird nicht primär der Ligaerhalt, sondern vielmehr ein Platz in der oberen Tabellenhälfte angestrebt. Trainer der im Brügglifeld ansässigen Equipe ist Stephan Keller, der sieben Runden vor Schluss von Patrick Rahmen übernommen hat. Nach prominenten Abgängen wie Marco Schneuwly (Karriereende) oder Markus Neumayr (vereinslos) setzen die Aargauer vermehrt auf junge Spieler. Zum älteren Eisen zählen Elsad Zverotic und Shkëlzen Gashi.

FC Chiasso


Stephan Andrist jubelt im Cup gegen den FC Zürich.

Stephan Andrist jubelt im Cup gegen den FC Zürich.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Wäre wegen der Corona-Pandemie die Amateurmeisterschaft im Frühling nicht abgebrochen worden, wäre Chiasso abgestiegen. Die abgeschlagen letztplatzierten Südtessiner konnten die Klasse nur halten, weil eben kein Aufsteiger aus der Promotion League ausgespielt werden konnte. Es ist nicht davon auszugehen, dass aus Chiasso nun ein Spitzenteam geworden ist. Vor einem Jahr überraschte der Club mit der Verpflichtung von Philippe Senderos, der dann im Winter aufhörte. Jetzt sorgt der Zuzug von Stephan Andrist für Aufsehen. Der Ex-Thuner führte das Team beim Cup-Coup gegen den FCZ (3:2) als Captain an.

Grasshopper Club Zürich

Ein Versprechen für die Zukunft: Der 21-jährige Petar Pusic (links).
Ein Versprechen für die Zukunft: Der 21-jährige Petar Pusic (links).
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Lange sah es in der vergangenen Saison gut aus für GC. Der direkte Wiederaufstieg nach der Relegation 2019 war das Ziel, wurde aber durch verhaltene Leistungen im Schlussspurt verspielt. So müssen die Zürcher eine weitere Saison in der Challenge League anhängen. Im Sommer kam es zudem zu namhaften Abgängen, etwa von Topskorer Mychell Chagas oder Captain Vero Salatic. Dafür konnten die Hoppers das 21-jährige Nachwuchstalent Petar Pusic halten und haben ansprechende Spieler wie Ermir Lenjani vom FC Sion oder Shkelqim Demhasaj vom FC Luzern verpflichtet. Zudem steht mit Joao Carlos Pereira ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Mit ihm soll der Aufstieg nun gelingen.

SC Kriens

Die Krienser, hier mit Liridon Mulaj gegen Thuns Magnus Breitenmoser, könnten zur Überraschungsmannschaft werden.
Die Krienser, hier mit Liridon Mulaj gegen Thuns Magnus Breitenmoser, könnten zur Überraschungsmannschaft werden.
Foto: Peter Schneider (Keystone)

Gleich mit 4:1 hat der SC Kriens zuletzt im Cup Absteiger Xamax ausgeschaltet. Und vorher hatten die Innerschweizer in einem Testspiel gegen den FC Thun schon den zweiten Absteiger aus der Super League zerzaust (5:1). Die Krienser könnten nicht nur ein Stolperstein für die Favoriten werden, sondern durchaus selber zur Überraschungsmannschaft mutieren. Mit Burim Kukeli hat Trainer Bruno Berner seinen verlängerten Arm auf dem Feld. Der frühere FCZ-Spieler übt im zweiten Jahr auf dem Kleinfeld neu eine Doppelrolle als Spieler und Assistenztrainer aus.

Neuchâtel Xamax

Xamax und Routinier Raphaël Nuzzolo werden nach dem Abstieg und einer unruhigen Sommerpause gefordert sein.
Xamax und Routinier Raphaël Nuzzolo werden nach dem Abstieg und einer unruhigen Sommerpause gefordert sein.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Ähnlich wie der FC Thun ist Xamax zum Sparen gezwungen. So kam es bei den Neuenburgern nach dem Abstieg zum Totalumbruch im Kader. Die Verträge von mehr als einem Dutzend Spielern wurden gar nicht erst verlängert. Immerhin: Captain Raphaël Nuzzolo, der in der vergangenen Spielzeit in 34 Spielen 14 Tore erzielte, bleibt dem Club voraussichtlich bis 2022 erhalten. Zwar konnte Xamax bereits einige Zuzüge vermelden, klar ist aber auch, dass der direkte Wiederaufstieg nicht das primäre Ziel sein wird. Vielmehr geht es darum, dass im Verein erst mal wieder Ruhe einkehrt.

FC Schaffhausen

Schaffhausens Cheftrainer Murat Yakin weiss genau, was es für den Erfolg braucht.
Schaffhausens Cheftrainer Murat Yakin weiss genau, was es für den Erfolg braucht.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Murat Yakin ist der Startrainer in der Challenge League. Und der 46-Jährige weiss ganz genau, was es für den Erfolg braucht. Schliesslich führte er vor zehn Jahren schon den FC Thun zurück ins Oberhaus. Nun hat Yakin, der von Bruder Hakan assistiert wird, das Kader in Schaffhausen kräftig umgebaut. Neben Goalie David da Costa kam mit den Brüdern Roberto und Francisco Rodriguez weitere Verstärkung, die Erfahrung aus der Super League mitbringt. Nicht zuletzt deshalb ist der FC Schaffhausen der Geheimfavorit.

FC Stade Lausanne-Ouchy

Steht neu an der Seitenlinie von Stade Lausanne-Ouchy: Meho Kodro.
Steht neu an der Seitenlinie von Stade Lausanne-Ouchy: Meho Kodro.
Foto: Bastien Gally (Freshfocus)

Der Aufsteiger hat mit Tabellenrang 7 eine ordentliche Spielzeit hingelegt. Im Sommer sorgte aber der Abgang von Trainer Andrea Binotto für Schlagzeilen. Der Bruder von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto war ab 2012 Trainer von Stade Lausanne-Ouchy, umso überraschender dann die Trennung im Juni. Übernommen hat Meho Kodro. Zudem bekommen die Waadtländer eine neue Spielstätte: Wenn der FC Lausanne-Sport im November in das neue Stadion La Tuillière übersiedelt, wird der Challenge-Ligist auf der Pontaise einziehen dürfen. Am Freitag sind die Waadtländer in der Stockhorn Arena der erste Gegner des FC Thun in der Challenge League.

FC Wil

 Alex Frei heizt neu den Spielern des FC Wil ein.
Alex Frei heizt neu den Spielern des FC Wil ein.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)

Das Aushängeschild beim FC Wil ist der Trainer: Alex Frei hat Ciriaco Sforza abgelöst. Der 41-jährige Basler will in der Ostschweiz in ruhigerem Umfeld arbeiten können als zuletzt beim FCB. Doch der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft (42 Treffer) ist auch als Trainer ehrgeizig. Die Prognose sei gewagt: Er wird die St. Galler nicht zum Aufstiegsaspiranten machen, den einen oder anderen Spieler aber durchaus zum zukünftigen Super-League-Akteur formen.

FC Winterthur

Zurzeit verletzt: Stammgoalie Raphael Spiegel erlitt eine Adduktorenverletzung.
Zurzeit verletzt: Stammgoalie Raphael Spiegel erlitt eine Adduktorenverletzung.
Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)

In den letzten beiden Saisons klassierten sich die Zürcher jeweils auf Rang 4 und haben damit durchaus ihre Ambitionen für den Aufstieg angemeldet. Im Sommer kam es allerdings zu zahlreichen Abgängen, die grösstenteils von eigenen Nachwuchsspielern kompensiert wurden. Noch im Team befinden sich unter anderem Captain Davide Callà oder Stürmer Roman Buess, der in der Saison 2015/16 seine Tore noch für den FC Thun geschossen hat. Geschwächt ist der FC Winterthur derweil auf der Torhüterposition: Stammgoalie Raphael Spiegel erlitt eine Adduktorenverletzung, Rückkehr unbekannt. Sein Ersatz ist YB-Leihgabe Dario Marzino.