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Abstimmung vom 7. MärzDas Scheingefecht um Palmöl

Die Schweiz importiert ihr Speiseöl aus den ärmsten Ländern der Welt, nicht aus Indonesien. Palmöl ist bloss der Aufhänger für den Kampf gegen das Handelsabkommen.

Palmöl kommt hauptsächlich aus den ärmsten Ländern: Ein Arbeiter schneidet Palmfrüchte auf einer Plantage in der Elfenbeinküste.
Palmöl kommt hauptsächlich aus den ärmsten Ländern: Ein Arbeiter schneidet Palmfrüchte auf einer Plantage in der Elfenbeinküste.
Foto: Sia Kambou (AFP)

Es dreht sich alles ums Palmöl: Bei der Abstimmung über das Handelsabkommen mit Indonesien vom 7. März scheint es nur ein Thema zu geben. Indonesien ist der grösste Produzent von Palmöl, und der Anbau von Ölpalmen ist oft mit der Abholzung von Regenwäldern und anderen Umweltproblemen verbunden.
Trotzdem erstaunt die Debatte. Denn die Schweiz importiert fast kein Palmöl mehr aus Indonesien.

Im letzten Jahr stammten nur 0,7 Prozent aller Palmöleinfuhren aus Indonesien, 2019 gar nur 0,2 Prozent. Die Palmölimporte sind allgemein stark rückläufig. Die Kampagnen von Bauernorganisationen und NGO zeigen Wirkung. 2013 importierte die Schweiz 35’000 Tonnen, letztes Jahr waren es noch 19’000 Tonnen, 45 Prozent weniger.

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