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LeserreaktionenDas neue Jagdgesetz ist absolut unnötig

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

An der Abstimmung zum revidierten Jagdgesetz scheiden sich die Geister.
An der Abstimmung zum revidierten Jagdgesetz scheiden sich die Geister.
Foto: Urs Baumann

Zu «Warum die Wölfe den Angriff überstehen könnten»

«Problemwölfe» können schon jetzt abgeschossen werden

Das neue Jagdgesetz ist absolut unnötig, da mit dem harmlosen Begriff «Regulierung» geschützte Tiere, ohne dass diese Schaden angerichtet haben, geschossen werden könnten. Dies ohne Zustimmung des Bundes, worauf gewisse Kantone nur zu gerne warten. Herdentiere wie Schafe brauchen einen guten Herdenschutz. Zudem können «Problemwölfe» schon jetzt abgeschossen werden. Die Grossraubtiere sind für unser Ökosystem enorm wichtig, und Verbissschäden an Schutzwäldern werden durch den Druck auf Hirsche und Rehe deutlich vermindert. Neu dazu käme, dass auch Arten wie der Biber und der Feldhase auf Vorrat geschossen werden könnten. Auch die Trophäenjagd auf Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, wie etwa auf den Birkhahn für nur 260 Franken, ginge weiter.

Erich Lang, Münchenbuchsee


Zur Abstimmung über das Jagdgesetz

Risse sind mit Emotionen verbunden

Beim neuen Jagdgesetz geht es nicht um ein Ausrotten gewisser Tierarten, sondern um ein Bewirtschaften. Vor vielen Jahren wurden vom Bafu und vom Kora festgelegt, wie viel Grossraubtiere pro 100 Quadratkilometer mit Landwirtschaft, Schafhaltung, Wald, Wild und Tourismus verträglich sind. Die jetzigen Bestände sind wesentlich über den festgelegten Fallzahlen. Es geht darum, dass man mit weniger administrativem Aufwand schneller und gezielter in die Bestände eingreifen kann, bevor grosse und teure Schäden entstehen, die vom Steuerzahler bezahlt werden müssen. Wenn Risse auftreten, ist das meist mit Emotionen verbunden, ein Landwirt oder Schafzüchter findet seine Tiere tot auf dem Feld, das sind nicht schöne Anblicke. Dass die Stadtbevölkerung nicht die gleiche Betrachtungsweise hat wie die Land- und Bergbevölkerung, ist naheliegend, aber da wäre manchmal ein bisschen mehr Verständnis wünschenswert. Wir haben ja alle das Ziel, eine intakte und nachhaltige Flora und Fauna zu erhalten.

Hansruedi Nydegger, Sangernboden

Zitat des Tages

Das Volk muss sich entscheiden, ob es Wolfshaltung oder Alpwirtschaft will.

Peter Ernst

Dieser Irrsinn muss gestoppt werden

Im Vorfeld dieser Abstimmung müssen wir uns wieder Verharmlosungen zum Thema Wolf von Personen anhören, die weder Nutztiere noch irgendeine Ahnung vom Alpbetrieb haben. Fakt ist, dass in Graubünden ganze Rinderherden angegriffen werden und ein komplett anderes Verhalten zeigen und gar für deren Besitzer gefährlich werden. Dieser Irrsinn muss gestoppt werden. Das Volk muss sich entscheiden, ob es Wolfshaltung oder Alpwirtschaft will. Beides zusammen wird nicht
funktionieren.

Peter Ernst, Brienz

Zu «Sechs Vorschläge für einen Berner Kantonsfeiertag»

Der bedeutendste Tag in der Geschichte des Kantons Bern

Die Idee finde ich sehr gut. Ich würde den Beginn der Berner Demokratie vom 10. Januar 1831 dafür begrüssen. Dieser Tag scheint mir der bedeutendste in der Geschichte des Kantons Bern zu sein. Wenn er auch noch ein arbeitsfreier Feiertag wäre, umso besser. Dann wären wir im Kanton Bern um einen Tag weniger schlecht gestellt als die katholischen Kantone.

Gabriela Rothen, Thunstetten

Zur Abstimmung über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge

Kampfjetpilotin wird instrumentalisiert

Es erstaunt mich als Psychologin, dass unsere Verteidigungsministerin als Frau eine junge attraktive Frau mit dem ungewöhnlichen Beruf Kampfjetpilotin instrumentalisiert. Um Kampfjet-Milliarden für ein überholtes Bedrohungsdispositiv der Schweizer Bevölkerung – vorwiegend wohl den Frauen und Jungen – schmackhaft zu machen, wird in der Kampfjet-Kampagne die einzige Schweizer Militärpilotin vorgeschoben. Wir als selbstbewusste Schweizerinnen werden Viola Amherd nicht auf den Leim kriechen.

Heidi Schacher, Münsingen