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Experimenteller DurchbruchDas Kraftwerk der Sonne entschlüsselt

Mit einem Detektor im Gran-Sasso-Untergrundlabor haben Forscher erstmals Neutrinos nachgewiesen, die bei einem speziellen Fusionsprozess in Sternen entstehen.

Bei einer Sonneneruption bildet sich ein sogenanntes Filament. Aufgenommen wurde das Bild am 31. August 2012 vom Solar Dynamics Observatory (SDO) der US-Weltraumbehörde Nasa.
Bei einer Sonneneruption bildet sich ein sogenanntes Filament. Aufgenommen wurde das Bild am 31. August 2012 vom Solar Dynamics Observatory (SDO) der US-Weltraumbehörde Nasa.
Foto: Nasa, SDO, AIA

Rund 1400 Meter unter den Gipfeln des Gran-Sasso-Massivs in den Italienischen Abruzzen ist ein Detektor installiert, mit dem Astronomen direkt ins Innerste der Sonne blicken können. Damit haben sie nun erstmals einen vor rund 80 Jahren vorhergesagten Prozess nachgewiesen, mit dem die Sonne in ihrem Kern Energie erzeugt.

Worum geht es?

Bei der Kernfusion im Innern der Sonne wird in der Regel Wasserstoff direkt zu Helium fusioniert. Daraus bezieht die Sonne den Grossteil ihrer Energie. Es gibt aber noch einen weiteren, indirekten Prozess. Dabei wirken die Elemente Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff als Katalysatoren für die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Entsprechend den englischen Namen für diese Elemente – Carbon, Nitrogen, Oxygen –, wird der Prozess als CNO-Zyklus bezeichnet. Dieser Prozess wurde nun erstmals nachgewiesen.

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