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BZ us dr BoxDas Blutbad im Detail, der Täter in Sichtweite

Sie hat den Prozess um das Tötungsdelikt von Suberg für die BZ begleitet. Im Podcast erzählt Simone Lippuner, wie es ist, hinter einem Täter zu sitzen.

Als am 15. November vor drei Jahren die Polizeimeldung zum Tötungsdelikt von Suberg reinkam, sass die für das Gebiet zuständige BZ-Journalistin nicht in der Redaktion, sondern in einem Kurs. Diese Woche, als sich der heute 27-Jährige wegen der Tötung seiner Eltern vor dem Regionalgericht Biel verantworten musste, war Simone Lippuner dabei.

Sie lauschte der brüchigen Stimme des Täters, musste sich die minutiösen Beschreibungen des Blutbades am Brandholzweg 34 von der Staatsanwältin anhören und folgte dem vierstündigen Plädoyer der Verteidigerin, indem sie versuchte, diese grausame Tat mit einer Affekthandlung zu erklären.

Obwohl sie sich den Prozess auf keinen Fall entgehen lassen wollte, erzählt unsere Redaktorin im Podcast von ihrem Gefühlskarussel im Gerichtssaal. Wie sie für den jungen Mann Mitleid empfand, der nicht nur das Leben seiner Eltern, sonders auch sein eigenes zerstörte. Wie sie sich zwingen musste, eine gewisse Distanz zu wahren – auch wenn das Kopfkino bei den Beschreibungen dieser abscheulichen Tat anging. Und warum sie in jeder noch so kurzen Pause den Gerichtssaal verliess.

Wollte unbedingt beim Gerichtsprozess um das Tötungsdelikt von Suberg dabei sein: BZ-Redaktorin Simone Lippuner.
Wollte unbedingt beim Gerichtsprozess um das Tötungsdelikt von Suberg dabei sein: BZ-Redaktorin Simone Lippuner.
Foto: Raphael Moser
2 Kommentare
    Heidi strasser

    Braucht es diesen Kommentar? Wir haben genug traurige Nachrichten.!!!