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Aufbauphase dauert zwei JahreDarmkrebs-Vorsorge im Kanton Bern soll verbessert werden

Die Gesundheits- und Sozialkommission des Grossen Rates setzt sich für ein Vorsorgeprogramm für Darmkrebs ein. Dafür sollen acht Millionen Franken investiert werden.

Die Darmkrebs-Untersuchungen soll von der Franchise befreit sein. Die Teilnehmenden bezahlen lediglich den Selbstbehalt von zehn Prozent.
Die Darmkrebs-Untersuchungen soll von der Franchise befreit sein. Die Teilnehmenden bezahlen lediglich den Selbstbehalt von zehn Prozent.
Foto: Manuel Zingg

Der Kanton Bern soll ein Darmkrebs-Screening-Programm aufbauen. Die Gesundheits- und Sozialkommission des Grossen Rates befürwortet den Kredit von acht Millionen Franken für Aufbau und Betrieb des Vorsorgeprogramms.

Das teilte die Kommission am Montag mit. Der Grosse Rat berät die Vorlage in der Juni-Session.

Das Programm soll ab kommendem Herbst aufgebaut werden. Ziel ist, alle Frauen und Männer im Alter zwischen 50 und 69 Jahren zu einer freiwilligen Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung einzuladen.

Die Aufbauphase dauert zwei Jahre. Danach soll das Programm während mindestens fünf Jahren von einer noch zu bestimmenden Institution betrieben werden. Die Untersuchungen sind von der Franchise befreit. Die Teilnehmenden bezahlen lediglich den Selbstbehalt von zehn Prozent.

Darmkrebs ist in der Schweiz die dritthäufigste bösartige Krebsart und betrifft vor allem Menschen ab 50. Das Vorsorgeprogramm soll helfen, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und die Heilungschancen zu verbessern.

SDA