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Ex-Langnau-Coach Heinz Ehlers«Dann wird euer Hintern versohlt»

Im März verliess er Langnau freiwillig, nun sorgt Corona für Langeweile und Zweifel: Heinz Ehlers hat als dänischer Nationalcoach wenig zu tun. Eine Rückkehr in die Schweiz ist nicht ausgeschlossen.

Langnaus Erfolgscoach: Die SCL Tigers brachte Heinz Ehlers näher ans Tabellenmittelfeld heran. Es blieb aber stets eine Zweckgemeinschaft.
Langnaus Erfolgscoach: Die SCL Tigers brachte Heinz Ehlers näher ans Tabellenmittelfeld heran. Es blieb aber stets eine Zweckgemeinschaft.
Foto: Raphael Moser

Heinz Ehlers vermisst die Schweiz. Nicht Langnau, das wäre geheuchelt. Im Emmental hielt er sich jeweils so lange wie nötig, aber so kurz wie möglich auf. Nach den Trainings fuhr er schnurstracks zurück zu seiner Bleibe in Biel – was ihm im Club einige übel nahmen.

Vielmehr vermisst Ehlers das hiesige Wetter. Ein paar Grad kälter sei es daheim in Dänemark, «und es wird bereits um 16.15 Uhr dunkel. Das ist trist.» Ehlers wohnt in Aalborg, einer 100’000-Einwohner-Stadt nahe der Ostsee. Im März verliess er die Tigers, trotz weiterlaufendem Vertrag. Er war müde geworden vom ständigen Druck, aus wenig viel machen zu müssen. Er war zermürbt von den Reibereien mit gewissen Spielern und dem Vorstand. Und er hatte die Zusatzbelastung als dänischer Nationaltrainer unterschätzt. Ehlers konnte unbequem sein, in Langnau galt er als strenger, fordernder Coach. Letzten Winter jedoch handelte er weniger konsequent als üblich, wurde sich selbst untreu. «Ich war zu bequem und nicht mehr bereit, gewisse Kämpfe auszutragen. Es musste sich etwas ändern.»

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