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Dicke Küsse aus dem Bunker

Luca Morisi hat mit seinem teuflisch genialen «Spiegelspiel» Matteo Salvini gross gemacht. Dem Spindoktor des rechten Innenministers ist es gelungen, dass Italien nur von seinem Chef redet.

«Die Diktatur des Selfies»: Matteo Salvini auf dem Balkon, auf dem sich auch Diktator Benito Mussolini präsentierte. Foto: Reuters
«Die Diktatur des Selfies»: Matteo Salvini auf dem Balkon, auf dem sich auch Diktator Benito Mussolini präsentierte. Foto: Reuters

In der Nähe des italienischen Innenministeriums, mitten im alten Zentrum Roms, gibt es einen «Bunker». So nennt Luca Morisi sein Büro, er verbringt darin viel Zeit. Vor vier Bildschirmen, je einer für Facebook, Twitter und Instagram, über den vierten laufen die Nachrichten. Wenn Morisi nicht dort ist, sitzt einer seiner jungen Kollegen vor den Bildschirmen. 17 Angestellte sind es insgesamt, 7 arbeiten Vollzeit. Der «Bunker» ist 24 Stunden am Tag besetzt, auch am Wochenende. Es gibt keine öffentlichen Fotos des Büros. Überhaupt wissen die Italiener nur wenig darüber. Aber sie bezahlen dafür: 314'000 Euro im Jahr, schrieb das Nachrichtenmagazin «L’Espresso».

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