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Nach AnschuldigungenColonial Bar ändert ihren Namen

Die Bar Colonial gerät wegen ihres Namens in einen Shitstorm auf Social Media und entfernt den Namen an der Fassade.
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16 Kommentare
    Daria Gusberti

    Welche Sprache und Wörter gebraucht werden, formen eine Gesellschaft mit. Es ist nicht egal, wie man etwas benennt, und die Sprache und der Wortgebrauch ändern sich mit dem Zeitgeist. So sagen wir zum Beispiel das N-Wort auch nicht mehr, oder „Fräulein“ - „Mohrenkopf“ gehörte übrigens genauso in die Kategorie.

    Zu oft leider wird darüber jedoch zuwenig reflektiert.

    Ich glaube den Betreibern von der Colonial Bar, dass sie keinerlei rassistische Hintergedanken haben. Aber in Zeiten, wo es schon lange „postcolonial Studies“ und einen globalen Diskurs darüber gibt, ist die Wahl ein solchen Namens wirklich deplatziert und zeugt von eben dieser Unreflektiertheit.

    Das Schreiben des Kollektivs ist außerdem korrekt und höflich verfasst; sie als Kommunisten oder Linksradikale hinzustellen zeugt nur von totalem Unverständnis der ganzen Sache gegenüber. Die Sichtweise von Nicht-westlichen Kulturen endlich auch zu akzeptieren und für voll zu nehmen hat auch nichts mit Moralapostel zu tun, sondern sollte endlich selbstverständlich werden.