Coca-Cola bringt erstmals alkoholisches Getränk auf den Markt

Der Getränke-Hersteller bricht mit einer alten Tradition. Coca-Cola will erstmals alkoholhaltige Limonaden verkaufen.

Weil immer weniger Kunden Softdrinks kaufen, sucht Coca-Cola nach neuen Möglichkeiten. Dazu bricht man mit einer Tradition.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Weil immer weniger Kunden Softdrinks kaufen, sucht Coca-Cola nach neuen Möglichkeiten. Dazu bricht man mit einer Tradition.

(Bild: Keystone)

Der US-Getränkeriese Coca-Cola will erstmals in der 125-jährigen Geschichte ein alkoholisches Getränk lancieren. Das neue Getränk soll in Japan angeboten werden, teilte der für das Land zuständige Unternehmensvertreter auf der Internetseite des Konzerns mit.

Demnach handelt es sich um ein Dosengetränk nach dem Vorbild des japanischen Cocktails Chu-Hi. Dieser wird ebenfalls in der Dose verkauft und basiert auf der örtlichen Spirituose Shochu und mit Zitrone aromatisiertem Mineralwasser. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen, und der Shochu kann auch durch Wodka ersetzt werden.

«Wir erforschen Möglichkeiten»

«Das ist einzigartig in unserer Geschichte, Coca-Cola hat sich immer vollkommen auf nicht-alkoholische Getränke konzentriert», erklärte Jorge Garduno weiter. Das Vorhaben sei ein Beispiel dafür, wie der Konzern Möglichkeiten ausserhalb seiner Kernbereiche erforsche.

Angaben zum Verkaufsstart, zum Preis, oder dazu, ob das Getränk ausschliesslich in Japan verkauft werden soll, machte Garduno nicht. Er fügte allerdings hinzu: «Ich denke nicht, dass die Leute überall auf der Welt darauf warten sollten, so etwas von Seiten Coca-Colas zu sehen.»

Einmal im Weingeschäft

Angesichts der zunehmenden Abkehr vieler US-Bürger von Softdrinks und sinkender Verkaufszahlen will sich der Getränkeriese derzeit breiter aufstellen. Dabei setzt Coca-Cola vor allem auf Tees, Wasser, Vitamingetränke und Energy-Drinks.

In den 1970er Jahren versuchte sich Coca-Cola bereits einmal im Weingeschäft, allerdings ohne Verwendung des Markennamens. Der Vorstoss währte allerdings nicht lang – die Weinsparte wurde bereits Anfang der 1980er Jahre wieder verkauft.

oli/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt