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Kommentar zu Chinas MachtanspruchChina hat Hongkong geopfert

Mit der Verschiebung der Parlamentswahl in der Sonderverwaltungszone will Peking einer Blamage entgehen. Doch das Manöver ist leicht durchschaubar.

Rechtsstaatliche Fassade: Hongkongs Regierungschefin verkündet vor der Presse die Verschiebung der Wahl (31. Juli 2020).
Rechtsstaatliche Fassade: Hongkongs Regierungschefin verkündet vor der Presse die Verschiebung der Wahl (31. Juli 2020).
Foto: Jérôme Favre (Keystone)

Am Freitag verkündete Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam, die für den 6. September geplante Parlamentswahl werde verschoben – auf unbestimmte Zeit, einen neuen Termin für die Wahl nannte sie nicht. Dagegen gab sie einen Grund an, weshalb der Urnengang vertagt wird: angeblich wegen Corona. In der Millionenmetropole ist die Anzahl der Neuinfektionen im Juli stark gestiegen – zuletzt auf 100 bis 150 pro Tag.

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