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Schlimmster Zynismus

«Wieder einmal tragen Arbeitnehmer die Konsequenzen des Tuns unfähiger Manager einerseits und passiver Gemeinde- und Kantonsregierungen andererseits», ärgert sich Bruno Bänninger über die Schliessung der Kartonfabrik Deisswil.

Zur Schliessung der Kartonfabrik DeisswilSchlimmster Zynismus Wieder einmal tragen Arbeitnehmer die Konsequenzen des Tuns unfähiger Manager einerseits und passiver Gemeinde- und Kantonsregierungen andererseits. Wer Augen und Ohren offen hat, konnte, wenn er wollte, längst spüren, dass in Deisswil etwas schiefläuft. Die Schuldzuweisungen sind schlimmster Zynismus. In der jüngsten Zeit der Krise gibt es viele Beispiele, wie zuständige Behörden und Unternehmen (sogar mit Gewerkschaften) bei absehbaren Schwierigkeiten im ständigen Kontakt sind und sich auf einen Plan für den Worst Case einigen. So wird sichergestellt, dass gemeinsam und rechtzeitig reagiert werden kann. Schreckensszenarien können vermieden oder wenigstens das Ausmass reduziert werden. Unbestritten ist, in Deisswil hat die Unternehmensleitung krass versagt. Der Kanton aber hat seine Verantwortung auch nicht in vollem Umfang wahrgenommen. Bruno Bänninger, Ins

Zum Thema Schweizerisches Nationalgestüt in AvenchesEin Kulturgut Das Nationalgestüt in Avenches ist in aller Munde. Weshalb eigentlich? Nicht wegen des 100-Jahr-Jubiläums, sondern weil der Bundesrat dessen Aufhebung und Schliessung in Erwägung zieht. Das darf doch nicht wahr sein! Der Bund könne dadurch jährlich sieben Millionen Franken sparen, dies die Begründung. Dass dadurch sechzig Mitarbeiter ihre Stelle verlieren würden, davon spricht oder schreibt niemand. Auch die guten Lehrstellen für Pferdepfleger, Wagner, Hufschmied und Sattler gingen verloren. Für die Broye-Bewohner bedeutet das Gestüt hautnahen Einklang und Begegnung mit der Natur. Selbst die Störche nisten jährlich auf den Kaminen, wo sie ihre Jungen aufziehen. Was sind schon sieben Millionen für ein reiches Land wie die Schweiz? Ein Kürzertreten der Politiker und Banker in den Fraktionen, Kommissionen und Verwaltungsräten brächte die sieben Millionen Franken umgehend ein. Mit der Aufhebung des Gestüts ginge ein traditionsreiches Kulturgut unseres Landes für immer verloren. Hansruedi Studer, Domdidier

Zum Thema Krähenlärm in ThunEinfacher zu bekämpfen Sie machen Lärm und verschmutzen Autos. Diese Ungeheuerlichkeiten muss man natürlich sofort bekämpfen, am besten mit regelmässigen Schüssen. Was für ein Verständnis eines «freiwilligen Naturschutzaufsehers». Machen denn diese Schüsse keinen störenden Lärm? Und verschmutzen die Abgase der Autos nicht unsere Luft? Die meisten Leute leiden heute unter Verkehrslärm (besonders der so beliebten Roller), Baustellenlärm, daneben Rasenmäherlärm im Sommer, Laubgebläselärm im Herbst usw. Da könnte man echt was machen; Warum rufen hier nicht mehr Betroffene nach Abhilfe? Aber Krähenlärm ist wahrscheinlich viel einfacher zu bekämpfen. Ruth Wagner, Thun

Zum Thema ArbeitslosigkeitVorschlag Obwohl ich immer noch ein zufriedener Coop- und Migros-Kunde bin, sieht und hört man in fast allen Coop- und Migros-Filialen immer das Gleiche. «Unpersönlicher geht es nicht mehr», «Kein Personal, dem man eine Frage stellen kann», «Von mehreren Kassen nur zwei oder drei besetzt», «Warteschlangen sind an der Tagesordnung, dies auch zu Stosszeiten», «Personal unter fast unzumutbarer Arbeitsbelastung», «Es fehlt nur noch die Stoppuhr». Dazu will die Kundschaft immer tiefere Preise. Das könnte eines Tages zu Entlassungen führen. Aldi und Lidl bieten einige «Lockvogel-Tiefpreise», dazu kaum eine Vollzeitstelle und praktisch keine Angestellten aus der Schweiz. Mein Vorschlag lautet: Unser Staat (Arbeitslosenkassen usw.) übernimmt 50 bis 60 Prozent der Lohnkosten von Coop und Migros. Die beiden Grossanbieter verpflichten sich dafür, eine noch zu bestimmende Anzahl Arbeitsloser einzustellen. Wenn sich schon nur einige der offensichtlich unterbeschäftigten Nationalräte Gedanken darüber machen würden, wäre dies doch ein schöner Anfang. Walter Krebs,Bern

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